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Zum Knuddeln niedlich

Kaninchenzüchter Zum Knuddeln niedlich

In ihrer Freizeit züchten Liane und Dieter Köhnke Zwergkaninchen. Vier Stunden täglich verbringt das Ehepaar mit den Kaninchen, pflegt und füttert sie. Schon vor der Wende war Kaninchenzucht ein Thema beim Ehepaar Köhnke.

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Die vierjährige Häsin mit ihrem Fünfwochen alten Nachwuchs. Bei Hitze kühlt die Kaninchen einer Eisflasche.

Teltower Vorstadt. „Ach, meinen Sie den Kaninchenmann?“ entgegnet die Passantin, als sie nach den Kaninchenzüchtern in der Straße „Kolonie Daheim“ gefragt wird. Dieter Köhnke kennt das. 40 Kaninchen kann man schlecht verstecken. Mehr als 20 Käfige stehen auf dem hinteren Teil des Hofes. Ein großer Apfelbaum überragt, mit seinen ausufernden Zweigen die Kaninchenkäfige und spendet genügend Schatten.

Daheim bei den Kaninchen

Zu Hause bei den Kaninchen ist man in der Kolonie Daheim Nummer 9. Liane (54) und Dieter (56) Köhnke züchten Zwergkaninchen – mit Schlapp-und Stehohren. Schon Dieter Köhnkes Eltern hielten in den 1960er Jahren auf einem Bauernhof bei Wismar Kaninchen. Damals wurden Fleischkaninchen vom Staat subventioniert. „Die wurden in die BRD und nach Holland exportiert. Das war ein gutes Geschäft“, erzählt Köhnke. „Ich bin damit aufgewachsen“. Mit der Wende kam das tierische Exportgeschäft schlagartig zum Erliegen, erinnert sich Dieter Köhnke.

Von da an konzentrierten sich Köhnkes nur noch auf Zwergkaninchen, die die Familie einige Jahre zuvor als Haustiere bekam. „Die Kinder waren immer so traurig, wenn die großen Kaninchen weggeben wurden. Deshalb kamen die Zwerge dazu“, sagt Liane Köhnke .

Seit nunmehr 26 Jahren ziehen Köhnkes Zwergkaninchen heran. gezüchtet wird im Frühling und im Spätsommer. Im Hochsommer ist das Klima einfach zu heiß. „Die Hitze macht den Tieren mehr aus, als eisige Kälte, sagt Köhnke. Wenn die Zwergkaninchen den Herbst über draußen bleiben, ist ihr Fell im Winter besonders dick und robust. Auf gute Abwehrkräfte achten Köhnkes, genauso wie auf eine gesunde Mischung während der Paarung. Um die Widerstandsfähigkeit der Kaninchen zu stärken, geben die Hobbyzüchter Oreganoöl oder hochverdünnten Thymian-oder Brennnesseltee in das Trinkwasser. Auch auf gutes Futter, Stroh, Heu und Kräuter, legen Köhnkes Wer. Grünzeug von verwilderten Wiesen sammelt Dieter Köhnke selbst. Alles in allem etwa acht Kilo täglich.

Kaninchen gegessen haben Köhnkes noch nie. „Unsere Kaninchen wachsen einem so an Herz“, sagt Liane Köhnke. Allerdings kann Dieter Köhnke nicht ausschließen, doch schon mal Kaninchen auf dem Teller gehabt zu haben. Wenn seine Mutter früher Gulasch kochte, fehlte schon mal ein Kaninchen im Stall, erinnert er sich, schiebt den Gedanken aber schnell wieder beiseite.

Dieses kleine Zwergkaninchen ist erst vor fünf Tagen geboren worden

Dieses kleine Zwergkaninchen ist erst vor fünf Tagen geboren worden. Nach etwa 10 Tagen öffnet es seine Augen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

An Wettbewerben nimmt das Ehepaar nicht teil. Viel zu anstrengend. „Man bräuchte etwa 100 Kaninchen, damit acht gut genug wären, um an einer Schau teilzunehmen“, sagt Dieter Köhnke. So ist es viel entspannter und bleibt ein Hobby, in das Köhnkes dennoch viel Zeit investieren. Wie zum Beispiel die Urlaubsbetreuung, für Kaninchen, die dort gekauft wurden. „Bevor Kaninchen irgendwo ausgesetzt werden, können sie hierher kommen. Die Tiere kennen das hier ja schon “, sagt Dieter Köhnke.

Sieben Wochen nach der Geburt können Tierliebhaber ein Kaninchen mit heim nehmen. Zwei, wenn noch kein anderes zu Hause wartet. Darauf achtet der Biolehrer Köhnke. „Alleine ist nicht gut“. Auch nicht zusammen mit Meerschweinchen. „Die haben eine andere Sprache“, sagt Dieter Köhnke. Die Kommunikation zwischen Mensch und Mucki ist nicht so schwer: Kopf heben, mit dem Stupsnäschen anstoßen: „Ich will gestreichelt werden“.

Von Lisa Neumann

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