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Potsdam Zwei Jahre Verlängerung für Kreativhaus zu wenig
Lokales Potsdam Zwei Jahre Verlängerung für Kreativhaus zu wenig
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09:29 17.04.2018
Die Baustelle der Garnisonkirche am Rechenzentrum. Quelle: Foto: Argosguard
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Innenstadt

Der Betreiber des Potsdamer Kreativhauses „Rechenzentrum“, die Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI), lehnt einen bis 2020 befristeten Betrieb des Potsdamer Kreativhauses „Rechenzentrum“ als Betreiber ab. „Für eine Verlängerung von ein bis zwei Jahren stehen wir als Betreiber nicht zur Verfügung. Das lässt sich nicht refinanzieren“, sagte Andreas von Essen, Standortleiter der Potsdamer SPI-Einrichtungen, auf Anfrage.

Betreiber will Verlängerung bis 2023

Er wünscht sich von der Stiftung Garnisonkirche, dem Sanierungsträger als Eigentümer des Gebäudes und der Stadt als Konzessionsgeber eine Einigung zum Weiterbetrieb bis 2023.

Zugleich will von Essen die Vertragsverhandlungen mit der Stadt und dem Sanierungsträger nicht ruhen lassen, bis die Stadtverordneten im Juni eventuell einen ersten Grundsatzbeschluss für ein Nachfolge-Kreativhaus an der Plantage gefasst haben. „Man könnte parallel einen Vertragsentwurf mit uns verhandeln. Für die Mieter ist es nicht tragbar, dass sie so lange im Ungewissen bleiben“, so von Essen.

Zumindest vorbehaltlich verhandeln, um Zeit zu nutzen

Die Vertragsverhandlungen könnten laut SPI auch rein vorbehaltlich passieren, um die Zeit zu nutzen, aber man dürfe nicht auf eine Entscheidung der Stadtverordneten im Juni warten. Im August endet dann der aktuelle Konzessionsvertrag mit der Stiftung SPI – ohne vorherige Einigung müssten die Künstler ausziehen. Schon jetzt schauen sich die ersten der rund 250 Mieter nach neuen Gewerberäumen und Ateliers um.

Höhere Mieten wegen höherer Betriebskosten

Dass der Konzessionsvertrag nicht einfach verlängert werden könne, sondern überarbeitet werden muss, steht für die Stiftung SPI außer Frage. „Der Vertrag wurde damals unter Zeitdruck geschlossen und mit unserer jetzigen Erfahrung kann es aus vielen Gründen nicht einfach eine Verlängerung geben. Es hat grundsätzlich gut funktioniert und gibt wenige Reibungspunkte, aber es haben sich zum Beispiel höhere Betriebskosten ergeben, als ursprünglich kalkuliert. Daher wird es auch höhere Mieten geben“, sagt von Essen. Die Stiftung SPI und der Sanierungsträger haben laut von Essen bereits einen Entwurf erarbeitet, der bei der Stadt liegt. Kommende Woche ist ein Termin im Rathaus angesetzt.

Stiftung Garnisonkirche besteht auf politischen Beschluss

Bislang ist der Vorstand der Stiftung Garnisonkirche vom Kuratorium nur zu einer Verlängerung bis höchstens 2020 beauftragt. „Der Vorstand hat aber bislang noch keinerlei Grundlage für eine Verlängerung“, sagt Katharina Körting von der Stiftung Garnisonkirche. So sollen erst die Stadtverordneten den Bau des im gemeinsamen Szenario-Workshop erdachten, neuen Kreativhauses beschließen.

„Schon beim Einzug in das Rechenzentrum vor zweieinhalb Jahren mahnten wir als Stiftung, dass man sich kümmern müsse, wie es für die Kreativen danach weitergeht. Seitdem ist nicht viel passiert und deswegen wollen wir diesmal eine echte Zusicherung“, sagt Körting.

Von Peter Degener

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