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Potsdam Zwei verunglückte Radfahrer gestorben
Lokales Potsdam Zwei verunglückte Radfahrer gestorben
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00:44 23.08.2014
Dieses "Gedenkrad" an der Pappelallee erinnert an einen tödlichen Unfall. Quelle: Detlev Scheerbarth
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Potsdam/Stahnsdorf

Im Potsdamer Klinikum "Ernst von Bergmann" ist ein 75 Jahre alter Mann gestorben, der am Dienstagvormittag zwischen Philippsthal und Güterfelde mit dem Fahrrad verunglückt war. Die Polizei hatte zunächst von einem etwa 60-jährigen Verletzten gesprochen, da sie das Alter des Mannes nur schätzen konnte. Er trug keine Papiere bei sich. Inzwischen ist seine Identität geklärt. Es handelt sich um einen Mann aus Potsdam-Mittelmark.

Zum Unfallhergang ergaben die bisherigen Erkenntnisse, dass der 75-Jährige, der auf dem Radweg in Richtung des Stahnsdorfer Ortsteils Güterfelde unterwegs war, von zwei anderen Radlern im Alter von 76 und 73 Jahren überholt wurde. Während der 73-Jährige an dem Radler bereits vorbei war, hat der 76-Jährige ihn berührt. Der 75 Jahre alte Mann stürzte und verletzte sich am Kopf. Ob er einen Helm trug, konnte die Polizei am Mittwoch nicht sagen. Der Mann, der ihn überholt hatte, blieb unverletzt. Die Kriminalpolizei führt weitere Ermittlungen.

Der 75-Jährige wurde vom Notarzt eines Rettungshubschraubers behandelt und dann mit einem Krankenwagen zur weiteren Behandlung nach Potsdam gebracht. Der Rettungshubschrauber flog ohne Patienten nach Potsdam, wo er zunächst auf der Wiese am Bassinplatz landete, da die Plattform auf dem Klinikum von einem anderen Hubschrauber besetzt war.

Tödliche Unfälle zwischen zwei Radfahrern sind selten

Ein weiterer Unglücksradler ist Mitte Juli gestorben. Der 61-jährige Potsdamer Familienvater war bereits am 9. Dezember 2013 in der Jagdhausstraße im Wohngebiet Am Stern mit einem Auto kollidiert und dabei so schwer am Kopf verletzt worden, dass er sich davon nicht mehr erholte.

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Sollte es eine Helmpflicht für Radfahrer geben?

Tödliche Unfälle zwischen zwei Radfahrern wie jetzt in Güterfelde sind selten. Nach statistischen Angaben der Polizei ab Januar 2010 gab es bis Dienstag im Bereich der Polizeiinspektion Potsdam, zu der neben der Landeshauptstadt unter anderem Werder, Teltow und Nuthetal gehören, keinen solchen Fall. Insgesamt kamen in dem Zeitraum acht Radfahrer ums Leben. Zwei davon verunfallten ohne Beteiligung Dritter, vier Tote gab es bei Kollisionen mit Lastwagen, zwei der Verunglückten waren mit Personenwagen kollidiert. In Stahnsdorf war zuletzt am 20. Mai ein Radfahrer tödlich verletzt worden. Der 66-Jährige war auf der Wilhelm-Külz-Straße von einem drei Meter langen Ast getroffen worden, der  von einem Straßenbaum abbrach.

Auch Zusammenstöße mit Fußgängern können schlimm enden. So geschehen am 11. August in Babelsberg. An der Kreuzung von Rudolf-Breitscheid- und Daimlerstraße waren eine 48-jährige Radlerin aus Potsdam und ein 60-jähriger Fußgänger aus dem Landkreis Teltow-Fläming aneinander geraten. Der Fußgänger wurde vor Ort versorgt, die Radfahrerin kam verletzt ins Krankenhaus.

Gefährliche Kreuzung kostete Menschenleben

In Berlin wird seit einigen Jahren mit komplett weiß lackierten Rädern an die im Straßenverkehr tödlich verunglückten Radfahrer erinnert. Auch in der Potsdam gibt es ein solches "Geisterrad". Es erinnert an den Unfalltod einer 23-jährigen Radfahrerin in der Pappelallee.

Die junge Radlerin fuhr auf dem Zwei-Richtungen-Radweg in Blickrichtung des Fotos, als ein Laster hinter ihr links zur „Bonnes“ abbog und den Radweg kreuzte. Quelle: Rainer Schüler

Ein 47-jähriger Lkw-Fahrer aus der Gemeinde Beetzsee (Potsdam-Mittelmark) hatte die junge Frau im April 2013 beim Linksabbiegen übersehen. Wegen fahrlässiger Tötung ist der Mann im Mai 2014 zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Die Einmündung der August-Bonnes-Straße in die Pappelallee gehört zu den gefährlichsten Kreuzungen in Potsdam.

stl/nf

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