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Potsdam Zwei weitere Unterkünfte für Flüchtlinge
Lokales Potsdam Zwei weitere Unterkünfte für Flüchtlinge
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02:17 27.09.2014
Die ehemalige Waldschule in Groß Glienicke wird zum Flüchtlingsheim. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Auch in einem Gebäude in der Tornowstraße auf Hermannswerder und in der Waldsiedlung Groß Glienicke werden ab kommendem Jahr Flüchtlinge untergebracht. Das hat Elona Müller-Preinesberger (parteilos), Beigeordnete für Soziales, am Mittwoch bekannt gegeben und damit einen Bericht der MAZ bestätigt. Erst am Vortag war bekannt geworden, dass für etwa 140 Asylbewerber am Lerchensteig in Nedlitz Container errichtet werden.

Ab kommendem Jahr werden weitere 100 Flüchtlinge in das Gebäude auf Hermannswerder einziehen, in dem derzeit noch ein Depot des Potsdam-Museums untergebracht ist. Mit rund 600.000 Euro veranschlagt Müller-Preinesberger die jetzt notwendigen Bauarbeiten. Für 39 Bewohner im Hochparterre soll es dann eine Gemeinschaftsküche, einen Waschraum, zwei Duschräume, und zwei WC-Räume geben. Die Zimmer haben eine Größe zwischen neun und 27 Quadratmeter. "Wir bleiben dabei, dass ein Flüchtling mindestens acht Quadratmeter Fläche zur Verfügung haben soll", sagt Müller-Preinesberger. Das Land Brandenburg sieht sechs Quadratmeter als ausreichend an.

Auch das Haus in der Tornowstraße 51 auf Hermannswerder wird umgebaut. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Kommunale Immobilienservice sucht nun nach einem neuen Raum für die Gemälde, die bislang in dem Depot aufbewahrt wurden. "Die Kunstwerke dürfen nicht in irgendeine Lagerhalle gebracht werden. Es muss klimatisch geeignet sein und vernünftige Regalsysteme haben", sagt Markus Wicke vom Förderverein des Potsdam-Museums. Frank Hohn, Vorstandsvorsitzender der Hoffbauer-Stiftung, unter deren Dach ein Gymnasium und soziale Einrichtungen auf Hermannswerder sind, sagt, "wenn Flüchtlinge kommen, müssen wir die Voraussetzungen für ein gutes Miteinander schaffen".

Sechs weitere Standorte im Gespräch

  • Geprüft werden sechs weitere Standorte, auf denen nach 2015 die ersten Asylbewerber einziehen könnten.
  • Der Laplacering am Stern , an dem jetzt noch Garagen stehen, wird als Möglichkeit ins Auge gefasst. Um die Garagen wurde bereits vor Jahren gestritten. Die Stadt ist Eigentümer dieser Fläche.
  • An der Pirschheide 11 kommt das Grundstück neben dem Gebäude der Wasserschutzpolizei in Frage.
  • Auch am Reiherweg in Bornstedt könnten Neubauten oder Containermodule errichtet werden.
  • In der Heidesiedlung, dem Behlert-Karree und der Heinrich-Mann-Allee könnten einzelne Wohnungen an Flüchtlinge abgegeben werden.

In Groß Glienicke werden etwa 80 Asylsuchende in einen Teil der alten Waldschule einziehen. Auch hier geht die Stadt von rund 600.000 Euro Investitionskosten für sanitäre Anlagen aus. Damit wohnen die Flüchtlinge ab nächstem Jahr Tür an Tür mit Künstlern, die hier arbeiten. "Das wäre völlig okay. Allerdings ist man hier schon weit ab vom Schuss, hier gibt es keinerlei Geschäfte", sagt Bettina Schilling von der Ateliergemeinschaft Neue Panzerhalle. Der Ortsvorsteher Franz Blaser hingegen kritisiert die Stadt. "Ich wurde nicht informiert. Das finde ich eine Zumutung", sagt er.

Erst am Mittwochabend erhielt der Hauptausschuss Kenntnis von den Plänen. Die Parlamentarier sprachen sich größtenteils dafür aus. Mit den Worten "besser als in Turnhallen oder Zeltstädten" verteidigte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) das Vorhaben.

Von Lisa Rogge

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