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Potsdam Zweite Montessorischule für Potsdam
Lokales Potsdam Zweite Montessorischule für Potsdam
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19:30 14.03.2017
Der Zylinder muss ins Eckige: Schüler versenkten die Kartusche mit den besten Wünschen für die neue Schule im Grundstein. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Groß, größer, Gagarinstraße: Am Dienstag haben Oberbürgermeister Jann Jakobs und der Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service (Kis), Bernd Richter, an der feierlichen Grundsteinlegung für das neue Schulzentrum am Standort der Pierre-de-Coubertin-Oberschule teilgenommen. Das Vorhaben ist laut Richter nicht nur Dank eines Investitionsvolumens von 35,3 Millionen Euro das größte Schulbauprojekt in Potsdam – an diesem Ort werden in einigen Jahren auch mehr Schülerinnen und Schüler lernen als anderswo in der Landeshauptstadt. 1000 Mädchen und Jungen sollen das neue Schulzentrum besuchen und von einem in Potsdam dann einmaligen Konzept profitieren: vom „Lernen unter einem Dach von der 1. Klasse bis zum Abitur“.

Im Sommer 2020 soll alles fertig sein

Bis es soweit ist und die neue Gesamtschule mit integrierter Primarstufe und Hort an den Start gehen kann, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Der Campus zwischen der Coubertin-Schule und dem Supermarkt ist bisher allenfalls zu erahnen. Seit November haben Bagger das Erdreich aufgebrochen, Versorgungsleitungen wurden verlegt, die Fundamente gegossenen. In den nächsten Monaten soll nun als erstes der viergeschossige Erweiterungsbau nebst Sporthalle in die Höhe wachsen. Die Vierfelder-Halle ist sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport gedacht und soll im Sommer 2018 fertig sein. Steht auch der Schulneubau, ist die Sanierung der Coubertin-Schule – wie in den Potsdamer Plattenbaugebieten üblich vom Bautyp „Erfurt“ – vorgesehen. Dabei soll das Gebäude um Flur- und Unterrichtsflächen erweitert werden. Parallel dazu werden die Außenanlagen umgestaltet. Im Sommer 2020 soll das gesamte Bauvorhaben fertig sein.

Finanziert wird das Mammutprojekt aus Fördermitteln und aus Mitteln des Kommunalen Immobilien Service sowie der Landeshauptstadt Potsdam. „Diese Investitionen sind kein Selbstzweck, sie sind dringend erforderlich“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Der Bedarf an Schulplätzen wachse so rapide, dass man den 2014 beschlossenen Schulentwicklungsplan fortschreiben und zusätzliche Maßnahmen planen und bereits geplante Maßnahmen vorziehen musste.

Wenn die Montessorischule an den Start geht, ist die Oberschule passé

„Wir haben es hier mit einem ehrgeizigen Projekt und einem ehrgeizigen Zeitplan zu tun“, sagt Kis-Chef Bernd Richter. „Das ist nicht nur eine große Bau-, sondern auch eine große pädagogische und erzieherische Aufgabe.“ Die neue Schule – die Oberschule ist damit passé – wird eine staatliche Montessori-Schule, die zweite in Potsdam. Die Sekundarstufe I ist fünfzügig geplant, die Sekundarstufe II drei- und die Grundschule zweizügig. Der Hort soll Platz für 225 Kinder haben.

„Wir sind eine Schule für alle“, versprach Simon Friedrich-Raabe, stellvertretender Leiter der Montessori-Oberschule in Potsdam-West und avisierter Leiter der neuen Schule. Diese werde eine Bereicherung für die Menschen, die Am Stern und in Drewitz leben oder auch von weiter her kommen. Sie sei aber auch „ein Meilenstein für die Montessori-Pädagogik in Potsdam“ insgesamt und nicht denkbar ohne die Vorarbeit der Montessori-Schule an der Schlüterstraße. Seine Wünsche für den neuen Lernort hatte Friedrich-Raabe niedergeschrieben – das Briefchen ließ er zusammen mit dem Grundstein, in dem auch eine Ausgabe der MAZ liegt, in das Fundament versenken: Das Schulzentrum solle ein Ort werden, an dem Jungen und Mädchen ihre Persönlichkeit entfalten können. Ein Ort für geborgenes Wachsen und gemeinsames Wagen. Ein Ort der Inspiration, der Kreativität und des Mutes, der offen ist für die Welt und offen macht für die Welt. Ein Ort, von dem Impulse für die Gesellschaft und Zukunft ausgehen.

Die ersten 7. Klassen sollen laut Stadtsprecher Markus Klier mit dem Schuljahr 2018/19 in der Gagarinstraße starten. Ob dann auch schon die Sek II mit den 11. Klassen ihren Betrieb aufnehmen kann, werde gerade geprüft. Im Schuljahr 2019/20 könnten laut Klier die Primarstufe und der Hort eröffnen.

Der Kis verbaut 2017 mehr als 70 Millionen Euro

Insgesamt investiert der Kommunale Immobilien Service (Kis) in diesem Jahr 70,1 Millionen Euro. Bis 2020 werden es mehr als 216 Millionen Euro sein.

Wie schon in den vergangenen Jahren kommt der überwiegende Teil der Investitionen auch 2017 wieder der Potsdamer Bildungsinfrastruktur zugute. Hier fließen allein 44,2 Millionen Euro in den Schulbereich und 7,7 Millionen Euro in Kitas.

Die nächste Grundsteinlegung für einen Schulneubau des Kommunalen Immobilien Service erfolgt im Mai mit der Grundschule Bornim.

Von Nadine Fabian

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