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Potsdam Zweiter Anlauf zum Verkauf am Brauhausberg
Lokales Potsdam Zweiter Anlauf zum Verkauf am Brauhausberg
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22:12 29.08.2018
Das Terrassenrestaurant Minsk kurz nach der Eröffnung im September 1978. Quelle: Foto: Mallwitz
Potsdam/Südliche Innenstadt

Die Stadtverordneten sollen in ihrer nächsten Sitzung am 5.  September einen Beschluss zum Verkauf der Grundstücke am Brauhausberg für die Errichtung eines neuen Wohngebietes verabschieden. Damit würde der Abriss des früheren Terrassenrestaurants Minsk besiegelt. Wie berichtet, kam die Verwaltung in einer Prüfung zu dem Ergebnis, dass die Wohnbebauung mit dem Erhalt des DDR-Baus weder wirtschaftlich noch stadtplanerisch vertretbar wäre.

Der Auftrag zur Prüfung kam vor der Sommerpause auf Antrag von Linken, Andere und Grünen mit denkbar knapper Mehrheit zustande. Ursprünglich sollte schon damals der Auftrag zum Verkauf ausgelöst werden. Neu ist im Gegensatz zur ersten Vorlage, dass die Grundstücke nur veräußert werden sollen, wenn der Investor die Errichtung von Wohnungen mit Mietpreisbindung oder von Studentenwohnungen zu den Konditionen des Studentenwerkes für mindestens 20 Prozent der gesamten Wohnfläche zusichert.

Harald Kümmel, Bürochef von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), bekräftigte am Mittwochabend im Hauptausschuss, dass alle in Frage kommenden Bieter dazu gegen einen Preisnachlass bereit wären. Der mit 27 Millionen Euro Höchstbietende fordert demnach einen Nachlass von zehn Prozent.

Vertreter von Linken, Grünen und Anderen äußerten im Hauptausschuss Kritik am Prüfergebnis der Verwaltung. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg sprach von einem „Papiertiger“, in dem „Abwehrargumente aneinandergereiht“ worden seien. Ebenso wie Scharfenberg kritisierte auch Saskia Hüneke (Grüne), dass bei der Verlagerung von Baumassen, die eigentlich auf dem Grundstück des „Minsk“ geplant waren, mit einem 100-prozentigen Ersatz an anderer Stelle gerechnet wurde. Damit sei keine städtebaulich sinnvolle Lösung möglich, sagte sie.

Linke, Grüne und Andere fordern unisono den Verzicht der Stadt auf das Höchstgebot. Ursprünglich habe die Stadt mit weniger als zehn Millionen aus dem Verkauf gerechnet, argumentierte Scharfenberg.

Stadtplanungschef Andreas Goetzmann wirkte gekränkt. Die Prüfungen seien auftragsgemäß erfolgt. Man habe wenig Spielraum, weil der Bebauungsplan „so feingliedrig auf die Ergebnisse“ des vorangegangenen städtebaulichen Wettbewerbs „fixiert“ sei. Dieser lief ohne Berücksichtigung des „Minsk“.

Den Vorschlag Scharfenbergs, auf den übrigen Grundstücken nicht, wie von der Verwaltung skizziert, in die Höhe, sondern stärker „in die Tiefe zu bauen“, wies Goetzmann zurück, dass man da schon jetzt kaum noch Reserven habe. Bei Grundrissen von 19 mal 24 Metern gäbe es in den Häusern bereits nach aktueller Planung „immens viele Räume, die sie mit künstlichem Licht und künstlicher Beleuchtung nach innen packen müssen“.

Von Volker Oelschläger

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