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Zwischenbilanz zum Modellversuch Zeppelinstraße

Verkehr in Potsdam Zwischenbilanz zum Modellversuch Zeppelinstraße

Schon im Vorfeld wurde heftig und kontrovers über den städtischen Modellversuch zur Schadstoffverminderung in der Zeppelinstraße diskutiert. Die offenbar positiven Luftwerte werden aber mit Staus auch in den Nebenstraßen erkauft.

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In der Zeppelinstraße sind Staus schon normal.

Quelle: Foto: B. Gartenschläger

Brandenburger Vorstadt. Die künstliche Verengung der Zeppelinstraße hat offenbar die Schadstoffe in der Luft spürbar verringert, allerdings zu Lasten des Verkehrsflusses. Täglich morgens und nachmittags stöhnen die Fahrer von Privatautos, Bussen und Straßenbahnen über Staus auf der abschnittsweise einspurigen Bundesstraße. Viele versuchen, den Engpass über Nebenstraßen durch das angrenzende Wohngebiet zu umfahren, was dann auch dort zu Staus und verstopften Kreuzungen führt.

Ob der Anfang Juni begonnene Modellversuch bislang ein Erfolg war und womit die Schadstoffreduzierung erkauft wird, will die Stadtverwaltung am heutigen Dienstag in einer ersten Zwischenbilanz erklären. Immerhin weisen die Messungen des Landesumweltamtes etwa beim giftigen Kohlenstoffdioxid für alle vier Test-Monate eine klare Unterschreitung der zulässigen Höchstwerte aus. Der Versuch läuft bis Jahresende und soll zeigen, ob daraus eine Dauerlösung werden kann. Der Stadt stehen Strafzahlungen an die Europäische Union in Aussicht, falls sie die bis dato häufigen Überschreitungen der Höchstwerte nicht auf Dauer verhindert. Sie sieht derzeit keinen anderen Weg als die Einengung des verfügbaren Verkehrsraumes, der zum langsameren Fahren zwingen und Autobesitzer dazu bringen soll, auf öffentliche Transportmittel umzusteigen. Offenbar erfolgt dieser Wechsel aber noch nicht, denn die Verkehrsbetriebe vermelden keinen nennenswerten Zuwachs der Nutzerzahlen.

5000 von täglich 27000 Autos sollen mit der Maßnahme aus dem Verkehr gedrängt werden, um die seit Anfang 2015 geltenden europäischen Grenzwerte für Stickstoffdioxid einhalten zu können, deren Hauptquelle der Autoverkehr ist. Doch die Einengung dieser Hauptverkehrsader ist alles andere als unstrittig. Während vor allem Radfahrer sich freuen über mehr Sicherheit auf abmarkierten Radwegen am Fahrbahnrand, sind Berufspendler wütend, vor allem solche aus dem Umland. Weil es zwischen Geltow und dem Potsdamer Bahnhof Pirschheide keine Busspur gibt, ist auch der Busverkehr ein Opfer der Maßnahme.

Die Linken hatten schon kurz nach Einführung des Modellversuches die Testzeit von sechs auf drei Monate verkürzen wollen, doch fand sich dafür keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Die Verkehrsplaner lehnen eine Verkürzung nicht nur ab; sie halten sogar die sechs Monate für zu kurz, um ein verlässliches Bild auch aus der Winterzeit zu bekommen.

Von Rainer Schüler

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