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Potsdam CDU fordert erneut Kiezbad im Norden
Lokales Potsdam CDU fordert erneut Kiezbad im Norden
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21:06 08.08.2018
An der rechten oberen Ecke der Biosphäre hat die Verwaltung gut 5000 Quadratmeter ausgemacht, auf die ein Kiezbad passen soll. Quelle: Friedrich Bungert
Bornstedter Feld

Gerade angesichts der wüstenhaften Temperaturen ist es eine Forderung, mit der man bei der Bevölkerung im Potsdamer Norden wahrscheinlich offene Türen einrennt: der Bau eines eigenen Kiezbades.

Aber nicht nur der Erfrischungsaspekt spielt eine Rolle, wenn CDU-Fraktionschef Matthias Finken in diesen Tagen erneut auf die Realisierung eines solchen Projektes drängt – und das, obwohl der Vorstoß in der Vergangenheit bereits gescheitert ist. Bereits 2017 hatte die Verwaltung den Stadtverordneten mitgeteilt, dass es keinen Bedarf für ein zusätzliches Schwimmbad im Norden gebe.

Ausreichende Hallenbad-Kapazitäten durch zwei Bäder

Begründung: Immerhin verfüge die Landeshauptstadt mit dem Stadtteilbad Am Stern und dem „blu“-Bad am Brauhausberg „auf absehbare Zeit über ausreichende Hallenbad-Kapazitäten“.

Doch das ficht Finken nicht an. Sein Argument: Die Rahmenbedingungen würden sich in der Zukunft extrem verändern, so dass ein Kiezbad im bevölkerungsreichen Norden – aus seiner Sicht – fast eine Notwendigkeit sein dürfte.

Viele Menschen werden im Norden wohnen

Das Argument: In Krampnitz werden perspektivisch 10 000 Menschen leben – wenn die alle in die Innenstadt zum „blu“-Bad fahren, trage das nicht unbedingt zur Entspannung der Verkehrssituation bei, erklärt Finken: „Das ist eine neue Situation, die es durchaus wert macht, das Ganze noch einmal durchzurechnen und zu überprüfen.“

Doch nicht nur die Tausenden Neu-Krampnitzer sollen möglichst wohnortnah ins kühle Hallenbadnass springen können. Ein weiteres Argument seien die Schulneubauten, die im Norden entstehen sollen – auch für die Schüler wäre ein Bad in der Nähe von unschätzbarem Wert, wirbt Finken für seine Idee.

Standort für neues Bad bereits gefunden

Einen Standort müsste man nicht lange suchen – den hat die Verwaltung nämlich bereits selbst schon in der Vergangenheit in der Mitteilungsvorlage „Badestandort im Norden“ eruiert. In der Anlage zur Mitteilungsvorlage heißt es: „Ein möglicher Standort für das Stadtteilbad wäre eine etwa 5000 Quadratmeter große Fläche südwestlich der Biosphäre im Volkspark.“

Sie grenzt an den rückwärtigen Teil der Tropenhalle an. „Diese Fläche ist durch Rasenflächen sowie Wiese geprägt und nur von wenigen Bäumen bestanden, um die Verknüpfung des Hauptparks über den Waldpark zum Pfingstberg landschaftsräumlich hervorzuheben,“ heißt es weiter in der Beschreibung.

Schwimmbad neben der Biosphäre?

Was für den Standort an der Biosphäre sprechen würde: Die Anzahl der Bewohner im Umfeld und die gute Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr. Aber: „Da es unklar ist, ob überhaupt und wann die Errichtung eines Stadtteilbades realistisch möglich ist, widerspricht die langfristige Vorhaltung von Bauflächen für dieses Projekt den Zielen der Entwicklungsmaßnahme Bornsteder Feld, die 2020 abgeschlossen sein soll“, heißt es in der Mitteilungsvorlage. Allerdings – hält Finken dagegen – wäre das Bad eine städtebauliche Maßnahme, unabhängig von der bis 2020 abzuschließenden Entwicklungsmaßnahme.

Mit seinem aktuellen Vorstoß erntet der CDU-Fraktionschef durchaus auch wohlwollendes Interesse. Stadtwerkechef Horst Müller-Zinsius – zu den Stadtwerken gehört auch die Bäderlandschaft Potsdam GmbH – erklärte dazu auf MAZ-Anfrage: „Das ist eine Variante, die man prüfen sollte – vor dem Hintergrund des Bevölkerungswachstums und des Verkehrs in Potsdam.“

Von Ildiko Röd

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