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Potsdam Besucheransturm aufs neue Schwimmbad
Lokales Potsdam Besucheransturm aufs neue Schwimmbad
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19:44 28.06.2018
Schwimm und Freizeitbad "blu" am 11.01.2018 am Potsdamer Brauhausberg Foto:Bernd Gartenschläger Quelle: Bernd Gartenschläger
Templiner Vorstadt

Geplante Rekord-Investitionen und Gästeansturm aufs neue Bad: Um diese beiden Hauptbotschaften ging es am Mittwoch bei der Jahresbilanzpressekonferenz der kommunalen Stadtwerke GmbH. Die drei Geschäftsführer – Horst Müller-Zinsius, Jörn-Michael Westphal und Sophia Eltrop –hatten für die Präsentation eingeladen auf eine Terrasse am „blu“-Bad mit Blick auf die gelbe Außenrutsche eingeladen. Der Ort war nicht zufällig gewählt –immerhin war das „blu“ eines der schlagzeilenträchtigsten Projekte des vergangenen Jahres. Die MAZ gibt einen Überblick über die Themen.

„Blu“ geht nicht baden

Die Besucherzahlen des Sport- und Freizeitbads am Brauhausberg, das am 6. Juni 2017 eröffnet wurde, übertreffen die Erwartungen, obwohl es zunächst anfangs eine leichte Delle gegeben hatte. Bis Ende Mai kamen 430 124 Besucher –prognostiziert waren 363 910. „Das sind erfreulicherweise 18 Prozent mehr Gäste als geplant“, sagte Müller-Zinsius. Publikumsmagnet war das Sportbad mit rund 249 800 Besuchern – satte 38 Prozent mehr als erwartet. Schwächer als vermutet fiel der Zuspruch bei der Sauna aus: Sechs Prozent weniger – insgesamt 36 81 Gäste. Eine Ticketpreis-Erhöhung beim „Blu“ sei nicht beabsichtigt, erklärte Müller-Zinsius. Auf Eis gelegt wird ein Rechtsstreit um den ockerfarbenen Putz des Neubaus. Laut Gutachter sei der Putz zwar mangelhaft gewesen, doch will man deswegen nicht vor Gericht ziehen. Stattdessen haben die Stadtwerke 50 000 Euro von der Schlussrechnung des ausführenden Betriebs einbehalten.

Verkauf „Minsk“-Grundstück

Der ursprünglich geplante Verkauf eines Grundstückspakets am Brauhausberg, der auch das Areal des Ex-Restaurants „Minsk“ beinhaltet, ist wegen weiterer geforderter Prüfungen von der Stadtverordneten noch nicht abgesegnet worden. Im September steht das Thema wieder auf der Tagesordnung. Das Stadtwerke-Geschäftsführer-Trio machte gestern deutlich: Sollte der Verkauf an einen Investor zum Höchstgebot von mehr als 27 Millionen Euro platzen, müsste man viele angedachte Investitionen in den Wind schießen. Beispiele: die Verlagerung des Strandbads Babelsberg; auch müsste noch zusätzlich Geld aufgenommen werden zur Refinanzierung des „Blu“. „Mit eingepreist“, so Müller-Zinius, ist dabei auch die Sanierung des Kiezbads am Stern. Diese Arbeiten sollen im übernächsten Jahr starten.

Taktplan der Straßenbahnen

Das Aufregerthema der letzten Zeit war die Streichung von Tram-Linien wegen des hohen Krankenstands bei den Straßenbahnfahrern. Wegen der personellen Engpässe musste vorfristig der Ferienfahrplan eingesetzt werden. Bleibt er auch im Herbst aufrecht? Müller-Zinsius: „Nein, es wird planmäßig wieder umgestellt – es sei denn, die Personalsituation hat sich nicht gebessert.“ Davon sei aber nicht auszugehen.

Dauerbrenner Digitalisierung

Als „zentrales Zukunftsprojekt“ bezeichnete Sophia Eltrop die „digitale Vision“ für die Stadtwerke. Sprich: Viele neue digitale Angebote in Form von Self-Service-Funktionen, mit denen jeder Stadtwerke-Kunde sein eigenes Kundenzentrum bedienen kann: Tarifwechsel vollziehen; volle Kontrolle über die Daten, die man dem Unternehmen zur Verfügung stellen will. Über die Plattform sollen unter anderem auch Bonus-Programme angeboten werden. Anfang nächsten Jahres wird dann die neue Internet-Seite der Stadtwerke an den Start gehen.

Zukunftsperspektiven

Das Unternehmen mit 1512 Mitarbeitern blickt positiv in die Zukunft. In den kommenden Jahren seien hunderte Neueinstellungen geplant – unter anderem IT-Experten. Die Zahl der Azubis soll von 70 auf mehr als 90 wachsen, erstmals wird der Ausbildungsberuf Busfahrer angeboten. In Sachen Investitionen stocken die Stadtwerke kräftig auf. „2018 werden 81,7 Millionen Euro investiert – in den nächsten fünf Jahren sind es insgesamt 340 Millionen“, erklärte Jörn-Michael Westphal. Der Löwenanteil von 45,5 Millionen fließt 2018 in die Energie- und Wasserinfrastruktur – ein Plus von 65 Prozent zum Vorjahr. Profitieren werden etwa das Klärwerk Nord und die Kläranlage Satzkorn. Wichtig: das neue Quartier Krampnitz, das CO2-neutral werden soll. Westphal verwies auf den Schulterschluss der Stadtwerke und der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam bei Krampnitz. Die Verzahnung beim Thema „Wachsende Stadt“ gelte es weiterzuführen. Westphal ist auch Geschäftsführer der Pro Potsdam. Eine Fortführung seiner „Brückenfunktion“ für einen weiteren Zeitraum hält er deshalb „für sinnvoll“.

Von Ildiko Röd

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