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Potsdam 400 Besucher beim Podcast-Festival
Lokales Potsdam 400 Besucher beim Podcast-Festival
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00:17 31.07.2018
Trotz Hitze lauschten Zuhörer gespannt beim Podcast-Festival in Neu Fahrland. Quelle: Foto: Gartenschläger
Neu Fahrland

„Silikonbrüste finde ich irgendwie unsexy“, erzählt Leila Lowfire ungeniert auf der Bühne. In gewohnt lockerer Art plauderten Ines Anioli und Leila Lowfire von „Besser als Sex“ über ihre Erfahrungen und Einstellungen zum Thema Sex.

Trotz der Hitze waren gut 400 Besucher zum Fahrländer See gekommen, um beim ersten Podcast-Festival „Auf die Ohren“ dabei zu sein. Entlang des Wassers waren bunte Lampions aufgehängt, in den Bäumen wippten Windspiele. Bei entspannter Atmosphäre lauschten die Zuhörer am Ufer des Sees den Podcasts. Podcasts, das sind Audio- oder Videodateien, die man abonnieren kann. Normalerweise sehen die Podcaster ihre Hörer nicht. „Es ist eine kleine Runde und sehr intim hier. Du hast direkte Reaktionen und hörst das Publikum lachen“, freute sich Podcasterin Mona von „Sigmunds Schwestern“.

In Plauderlaune: Ines Anioli und Leila Lowfire von „Besser als Sex“ auf der Seebühne am Fahrländer See Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Potsdamerin Franziska Triest, die derzeit in Leipzig lebt, kam extra für das Festival in ihre Heimatstadt gereist. „Ich höre Ines Anioli und Leila Lowfire jede Woche und wollte sie mal live sehen. Auch die Location ist schön familiär“, sagte sie. Und wer zwischendurch in der Hitze eine Abkühlung brauchte, konnte sich unter die erfrischende Nebeldusche stellen.

Für etwas Unmut sorgte lediglich die Anreise. Durch die Potsdamer Erlebnisnacht verkehrte Ersatzverkehr vom Platz der Einheit zum Campus Jungfernsee. Von dort ging es aber bequem mit dem Shuttle weiter zum Fahrländer See. „Ich habe aus Berlin-Steglitz drei Stunden gebraucht“, ärgerte sich Claudia Kaczmarczyk (31).

Auch die Hitze machte den Podcast-Festival-Besuchern nichts aus. Quelle: Bernd Gartenschläger

Im Vorfeld hatten viele Neu Fahrländer Bedenken geäußert, dass die Lesungen und Workshops das Landschaftsschutzgebiet „Königswald mit Havelseen und Seenburger Agrarlandschaft“ beeinträchtigen könnten. Um mit Naturschutzbehörde und Anwohnern gut auszukommen, hatten die Veranstalter das Festival wie berichtet auf einen Tag verkürzt. „Riesen Autos sind im Vorfeld gefahren, das war wie auf der Autobahn und sorgte für Unmut,“ berichtete Anwohnerin Angelika Clemens (70). Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen, einmal beim Festival vorbeizuschauen. „Die Menschen sind freundlich und man kann es auch schon verstehen“, sagte sie verständnisvoll. Insgesamt verlief das Fest ruhig. Nur ein paar Falschparker musste immer wieder ermahnt werden, teilte Veranstalterin Saruul Jentzsch-Krause mit. Um zehn Uhr endete das Programm und die Gäste wurden nach und nach mit dem Shuttle wieder zurück chauffiert.

Von Anne Knappe

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