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Potsdam Unverpackt-Laden erhält Auszeichnung „Grüne Gründerin“
Lokales Potsdam Unverpackt-Laden erhält Auszeichnung „Grüne Gründerin“
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00:20 09.08.2018
Die Brandenburger Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Petra Budke (links) und Grünen-Landeschefin Janny Armbruster zeichneten Carolin Schönborn aus Potsdam für den ersten verpackungsfreien Laden in Potsdam aus. Quelle: Gartenschläger
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Innenstadt

Die Potsdamerin Carolin Schönborn wurde am Montag von Petra Budke, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, mit dem Preis „Grüne Gründerin“ ausgezeichnet.

Anfang Juni hatte die gebürtige Eisenhüttenstädterin den ersten verpackungsfreien Lebensmittelladen „maßVoll – einkaufen unverpackt“ in Potsdam am Luisenplatz eröffnet. Über 500 Produkte bietet die 29-Jährige dort an, die die Kunden in mitgebrachte Behälter oder im Laden erhältliche Gläser füllen können. „Ich musste es einfach machen, sonst hätte ich mich vor mir selbst geschämt“, erzählt Carolin Schönborn. Im Schnitt verursacht jeder Deutsche 37 Kilo Plastikmüll im Jahr – und verbraucht damit, mehr als die anderen europäischen Länder. „Die Folge sind schwimmende Plastikteppiche in den Ozeanen, illegale Mülldeponien und qualvoll verendende Tiere mit Kunststoff im Magen. Carolin Schönborn zeigt, dass es auch anders geht und packt das Müllproblem aktiv an“, sagt Petra Budke.

Alle 21 Preisträgerinnen konnten sich etablieren

Seit Mai 2016 vergibt der Landesverband den Preis „Grüne Gründerin“ – das sind 22 Frauen, die seither ausgezeichnet wurden. Carolin Schönborn ist dabei die dritte Potsdamerin, die sich mit dem Titel „Grüne Gründerin“ schmücken kann. Zuvor wurden schon Anette Illner, Inhaberin des Buchgeschäfts für Kinder- und Jugendliteratur „Dronte“ in der Gutenbergstraße sowie Andrea Lisboa, Leiterin der „Eisfrau“ in Babelsberg, gewürdigt. „Alle ausgezeichneten Gründerinnen konnten sich bisher am Markt halten und etablieren“, bestätigt Grünen-Sprecherin Annette Weiß. „Wir versuchen den Preis möglichst frisch zu vergeben und würdigen damit den Mut, die Risikobereitschaft – und natürlich die Idee“, erklärt sie. Vor allem ginge es auch darum Frauen herauszuheben, die oft zwischen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen. Mit dem Preis ist zwar kein Geld verbunden, aber er sei ein Motivationsschub.

Laden wird gut angenommen

Ihre Waren – zu 95 Prozent in Bio-Qualität – bezieht sie schon zum großen Teil von Bauern und Händlern aus Brandenburg. Sie möchte ihr Sortiment noch erweitern. Für die Zukunft möchte sie ihr Konzept noch optimieren, noch regionaler werden und mit noch weniger Plastik auskommen. Gummibärchen musste sie zum Beispiel aus dem Laden nehmen. „Das Plastikersparnis ist in den 2,5 Kilo-Packungen einfach nicht groß genug“, sagt sie. Insgesamt wird der Laden sehr gut angenommen. „Wenn es weiter so gut läuft, schreiben wir bald schwarze Zahlen“, sagt Carolin Schönborn.

Von Anne Knappe

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