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Potsdam Endspurt in der Gartenstadt Nord
Lokales Potsdam Endspurt in der Gartenstadt Nord
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19:54 29.06.2018
Baudezernent Bernd Rubelt (l.) und Pro-Potsdam-Chef Bert Nicke beim Zielspurt auf vier Rädern. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Bornstedter Feld

Zwei Männer, zwei Kettcars und eine funkelnagelneue Straße: Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) und Bert Nicke – Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld – machten am Freitagnachmittag beim Kettcar-Wettrennen in der Hermann-Mattern-Promenade deutlich, worum es im Bornstedter Feld derzeit auch geht: Man ist auf der Zielgeraden in der Gartenstadt Nord, die räumlich ungefähr von der westlichen Grenze des Volksparks bis zur Orville-Wright-Straße reicht. Dort ist man jetzt mit den Straßenbauarbeiten und der Verlegung aller Leitungen im achten und letzten Bauabschnitt fertig – Voraussetzung für den Vertrieb und die Bebauung der letzten 43 Grundstücke in der Gartenstadt Nord.

Nachfrage ist enorm

Derzeit sieht man noch viel wogende Wiese, wo bald Einzel- beziehungsweise Doppelhäuser stehen werden. Bis zu 700 Quadratmeter groß sind die Grundstücke. Die Nachfrage ist enorm. 500 Euro werden mittlerweile für den Quadratmeter geboten. „Das war noch vor zehn Jahren weniger als die Hälfte“, schilderte Nicke den enormen Aufwärtstrend.

Die Gartenstadt soll ein Wohngebiet für etwa tausend Bewohner werden – ein kleiner Teil des großen Ganzen, sprich: des Bornstedter Felds. Das wird perspektivisch knapp 15 000 Einwohner haben. „Das ist ein komplett neuer Stadtteil, den die Stadt aus Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen bekommt“, sagte Nicke. 400 Millionen hat die Stadt investiert –diese Ausgaben wiederum haben Privatinvestitionen in Höhe von zwei Milliarden Euro nach sich gezogen.

Eine neue Kita – oder vielleicht sogar zwei

Die künftigen Anwohner der nagelneuen Hermann-Mattern-Promenade werden sich über eine gute Verkehrsanbindung freuen dürfen: die Haltestelle Viereckremise ist nicht weit entfernt. Auch Eltern mit kleinen Kindern erwartet eine komfortable Situation. Der Bau einer Kita mit 90 Plätzen ist fix –die Ergänzung durch eine zweite, benachbarte Kita steht bereits im Raum.

Gewerbeflächen sind im Wohngebiet Gartenstadt Nord hingegen keine vorgesehen. Was nicht heißt, dass das ganze Bornstedter Feld nur eine riesige Schlafstadt ist. Aufs Ganze gesehen sind im Viertel mittlerweile 3000 Arbeitsplätze entstanden. Zu den Hauptarbeitgebern zählen unter anderem die kommunale Immobilienholding Pro Potsdam – der Entwicklungsträger Bornstedter Feld ist eine Tochter der Pro Potsdam – an der Pappelallee, die Kassenärztliche Vereinigung, ebenfalls mit Sitz an der Pappelallee, das IT-Unternehmen SAP am Campus Jungfernsee, der ebenfalls noch im Entwicklungsgebiet Bornstedter Feld liegt.

Keine „Brennnesselstraße“ in der Gartenstadt

Mit den Straßennamen, die an den fabrikneuen Schildern prangen, hat es in der Gartenstadt Nord eine besondere Bewandtnis. Anders als man annehmen könnte, sind sie –siehe Gartenstadt – nicht von Blumen, Kräutern oder Bäumen inspiriert worden. Also kein „Butterblumenweg“ und keine „Brennnesselstraße“. Dem Namen des Quartiers wird dennoch auf andere Weise bei der Straßenbenennung Rechnung getragen.

Bekannte Gartenkünstler haben hier Pate gestanden. Beispiel: Hermann Mattern, einer der bedeutendsten deutschen Landschaftsarchitekten des 20. Jahrhunderts. Nachdem er 1927 das Studium an der Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Berlin-Dahlem beendet hatte, übernahm er die Leitung der Entwurfsabteilung im Büro von Karl Foerster und Herta Hammerbacher in Bornim in Potsdam. 1935 gründete er ein eigenes Planungsbüro zusammen mit Foerster. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zählte er zu den maßgeblichen Köpfen hinter der Wiedereinrichtung der Kunstakademie Kassel. 1971 starb er am Chiemsee in Bayern.

Von Ildiko Röd

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