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Ohne Qualm in Potsdam auf den Bus warten?

Debatte über Rauchverbot an Haltestellen Ohne Qualm in Potsdam auf den Bus warten?

Im Mai 2014 wurde die erste Nichtraucherzone in einer Haltestelle in Potsdam ausgerufen. Das war aber nicht bindend, denn ein wirkliches Rauchverbot ist gar nicht so einfach durchzusetzen. Wenn es nach der SPD geht, soll sich das ändern. Grund seien viele Beschwerden. Was denken Sie?

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Quelle: dpa

Potsdam. Die SPD-Fraktion will sich für ein Rauchverbot in Bus- und Tramwartehäuschen einsetzen. „Etliche Beschwerden von Fahrgästen haben dazu geführt, dass wir uns darum noch einmal kümmern wollen“, so Fraktionschef Pete Heuer. Das sei allerdings nicht so einfach, weil die Potsdamer Verkehrsbetriebe ViP anders als die Deutsche Bahn auf Bahnhöfen kein Hausrecht an den Haltestellen habe. Der Kooperationspartner Wall, der dem ViP die Wartehäuser zur Verfügung stellt, müsse gefragt werden.

Die Linke reagiert überrascht auf den Vorstoß der SPD-Fraktion, ein Rauchverbot an ViP-Wartehäuschen durchsetzen zu wollen. „Das Rauchverbot ist bereits Beschlusslage“, so Linken-Kreischef Sascha Krämer. „Es ist ja schön, dass Herr Heuer liefern möchte, aber besser wäre es eigene Idee zu entwickeln und nicht beschlossenen Anträge der Linke wieder aufzuwärmen.“

Laut Krämer sollte „das Rauchen im öffentlichen Raum – so wie andere Aktivitäten auch – von gegenseitiger Rücksicht und Respekt vor dem Anderen geprägt sein“. So sollten Raucher, „wenn zwischen zwei Bussen oder Bahnen geraucht werden „muss““, mal einen Schritt beiseite treten, um andere nicht zu belästigen. „Wenn es regnet ... Pech gehabt!“, so der Politiker gegenüber der MAZ. Er glaube zudem nicht, „dass Verbote wirksam sind“. Er plädiere daher „an die Vernunft, Toleranz und an die Verantwortung gegenüber anderen“.

Rauchverbot an Haltestellen

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Seit dem 1. September 2007 gilt bundesweit in Bahnhöfen und Bussen, Bahnen und Zügen ein gesetzliches Rauchverbot – Gleise und Züge sind seither qualmfrei. Auch die ViP zeigte 2013 sich rauchfreien Haltestellen gegenüber sehr aufgeschlossen. Man unterstütze die Regeln für einen strengen Nichtraucherschutz im öffentlichen Nahverkehr, so Vip-Pressesprecher Stefan Klotz im Februar 2013, schwierig sei aber „die Durchsetzung des Hausrechts an den insgesamt 625 Haltestellen in Potsdam“.

Im Frühjahr 2013 hatten die Potsdamer Stadtverordneten beschlossen, die Wartehäuschen als Nichtraucherzonen auszuweisen.

Im Frühjahr 2014 wurde schließlich die erste Nichtraucherzone eingerichtet. Sie ist aber mehr oder weniger nur ein „Appell an die Vernunft“, wie Martin Grießner, Geschäftsführer der ViP damals erklärte.

Von MAZonline

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Dieser Vorschlag hat für Diskussionen unter den MAZ-Lesern gesorgt. Die SPD hat angeregt in Potsdam rauchfreie Haltestellen zu schaffen. Vor allem auf Facebook ist lebhaft darüber diskutiert worden. Viele Leser finden den Vorschlag abwegig, andere können ihm durchaus etwas abgewinnen. Ein Überblick.

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