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Potsdam Rauchverbot im Waldbad Templin?
Lokales Potsdam Rauchverbot im Waldbad Templin?
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02:17 08.08.2015
Viel Platz ist im Waldbad Templin. Auf dem weitläufigen Gelände ist es bisher grundsätzlich nirgendwo verboten zu rauchen. Nun wird erwogen, Nichtraucherbereiche einzuführen. Quelle: Marcel Kirf
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Templiner Vorstadt

Schwere Geschütze fährt ein Schreiben an die städtische Bäderlandschaft Potsdam GmbH auf, das der MAZ vorliegt. Von Körperverletzung an Kindern ist da die Rede und von rechtlichen Schritten gegen den Betreiber der Potsdamer Bäder. Es geht um Raucher im Freibad.

„Überall“ im Waldbad Templin werde geraucht, so der von einem Karl-Georg von Übbenhausen gezeichnete Brief. Im Namen von „etwa 50“ besorgten Eltern fordert der Absender ein Rauchverbot für das Strandbad am Templiner See, denn „unsere Kinder werden körperlich durch das Rauchen verletzt“. Es gelte das Nichtraucherschutzgesetz, wird dieses nicht eingehalten, werde man „medienwirksam unsere Anwälte einschalten“, so der Briefschreiber.

Gilt Nichtraucherschutz im Freibad?

„Das Brandenburgische Nichtrauchendenschutzgesetz gilt nach meiner Bewertung im Freibad nicht“, sagt hingegen Götz Schulze, Jura-Professor an der Universität Potsdam und Richter am Oberlandesgericht, auf MAZ-Anfrage. Die Einschränkungen für Raucher beziehen sich auf geschlossene Räume. Einzige Ausnahme: Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, wozu auch Einrichtungen der Kinder- und Jugendfreizeit gehören. Aber „ein Freibad ist keine Jugendfreizeiteinrichtung“, so Schulze, „dort kann jeder hin.“

Im Waldbad Templin selbst verstehen die Besucher die Aufregung nicht. „Wir kommen gerne hierher“, erzählt Petra Kröger, Mutter von zwei Kindern im Vorschulalter, die vor ihren Füßen im Strandschlick spielen, „besonders weil es hier so sauber ist: keine Kippen, keine Scherben. Ich habe heute noch niemanden rauchen sehen.“ Kai-Uwe Laurien raucht. Er sitzt hinter Strand und Beachvolleyballplatz auf einer Bank. Probleme wegen einer brennenden Zigarette in seiner Hand hatte der Rentner aus Michendorf aber noch nicht. „Ich puste niemandem ins Gesicht“, grinst er, „und außerdem sind wir doch draußen“.

Vor der etwas abgelegenen „Strandbaude“, wo es Soljanka, Pommes und kalte Getränke gibt, stehen Biertischgarnituren. Frank, Ole und Martin aus Waldstadt und Babelsberg trinken Bier und rauchen dazu. „Auf unseren Handtüchern am Strand haben wir gar keine Lust darauf“, sagt Ole, „hier sind Aschenbecher und man kann gemütlich zusammensitzen. Beim Baden stören Zigaretten eher.“ Der Strand-Imbiss am anderen Ende des weitläufigen Geländes, am Übergang zum FKK-Bereich, ist an diesem Tag geschlossen. Auch hier stehen Tische und Bänke. „Klar rauchen die da“, sagt ein vorbeigehender Badegast, „aber das ist doch normal in einem Biergarten.“

Stadtwerke nehmen Beschwerde ernst

Die Bäderlandschaft Potsdam GmbH, die zu den Stadtwerken gehört, nimmt die Beschwerde aber dennoch ernst. „Wir wollen natürlich, dass unsere Kunden zufrieden sind“, so Stadtwerke-Sprecher Stefan Klotz. Die Rechtsabteilung und die Geschäftsführung haben sich mit dem Schreiben befasst. Derzeit wird erwogen,von sich aus spezielle Nichtraucherbereiche auszuweisen.

Von Marcel Kirf

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