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Standesbeamte fordern mehr Mitarbeiter

Flüchtlingswelle und Event-Hochzeiten Standesbeamte fordern mehr Mitarbeiter

Sommermonate sind Hochzeitsmonate. Aber nicht nur deswegen haben die Standesbeamten im Land gerade richtig viel zu tun. Auch die Flüchtlingswelle beschert ihnen jede Menge zusätzliche Arbeit. Bei einem Treffen in Potsdam wurde deswegen auch Unmut laut.

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Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam-West. Der Zustrom von Flüchtlingen nach Brandenburg geht auch an den Standesbeamten nicht spurlos vorbei. Das wurde am Freitag beim Treffen des Landesfachverbandes im Potsdamer Kongresshotel deutlich. Sie haben dieser Tage alle Hände voll zu tun. Die Mehrzahl der Eheschließungen findet in den Sommermonaten statt. Nun kommen noch Identitätsprüfungen von ohne Papiere eingereisten Flüchtlingen hinzu. Eine Entlastung der Mitarbeiter verlangte deswegen Bundesverbandschef Jürgen Rast in einem Grußwort und forderte die Kommunen zu Neueinstellungen auf.

Gibt es nur mündliche Angaben von Flüchtlingen, müssen diese amtlich überprüft werden. Aber auch vorgelegte Urkunden und Ausweise werden auf Echtheit und die Richtigkeit ihres Inhaltes überprüft. In einem Fachvortrag erklärte Andreas Rauhmeier, dass die Deutsche Botschaft in den jeweiligen Herkunftsländern Dokumente vor Ort gegenchecken lässt. Im Einzelfall wird sogar mithilfe von Vertrauensanwälten im angegebenen Geburtsort oder im Bekanntenkreis recherchiert.

Ein besonderer Fall sind in Deutschland geborene Kinder, deren Eltern sich nicht ausweisen können. Sie haben ein Recht auf eine Geburtsurkunde. Führt die Klärung zu keinem Ergebnis, wird im Geburtsregister „Identität nicht nachgewiesen“ vermerkt.

Aber auch Brautpaare haben heute andere Erwartungen an Standesbeamte. Geheiratet wird bevorzugt an besonderen Orten. Fast jedes Standesamt bietet entsprechende Außenstellen an. Als die „Mutation der standesamtlichen Eheschließung zum Event“ bezeichnete Rast diesen Trend.

„Die Zukunft hat längst begonnen“, resümierte die scheidende Landesverbandschefin Heidelore Lichey in ihrer Rede, und bezog sich damit sowohl auf neue Formen des Zusammenlebens, die Standesämter beurkunden, wie die eingetragene Partnerschaft, als auch auf die Einführung eines zentralen elektronischen Personenstandregisters vor zwei Jahren. Als neue Verbandschefin wurde anschließend Anja Schmolke aus Niedergörsdorf gewählt.

Von Marcel Kirf

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