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1000 Besucher im Pritzwalker Ekidz

Gefragte Familienberatung 1000 Besucher im Pritzwalker Ekidz

Aus der Familie Senninger kommt der 1000. Besucher des Eltern-Kind-Zentrums (Ekidz) der evangelischen Gemeinde in Pritzwalk. Die Betreiber des Ekidz sind erfreut, wie stark ihre Angebote angenommen werden.

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Als 1000. Besucher im evangelischen Eltern-Kind-Zentrum Ekidz in Pritzwalk wurde Familie Senninger mit Vater Maik (vorn, v.l.), Mutter Maria Sohn Maik begrüßt.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. „Ich muss mal zu Maik“, sagt Maik Senninger. Der kleine Maik ist vier Jahre alt und Autist. Er braucht besondere Zuwendung, vor allem aber Verständnis. Das ist nicht immer einfach. Vor allem, wenn der kleine Junge einen Anfall bekommt und schreit und tobt. Im Eltern-Kind-Zentrum Ekidz in der Pritzwalker Grünstraße 49 kennt man Maik und weiß um seine besondere Situation. Mehrmals in der Woche sind die Senningers dort. Dass die Familie nun als Tausendste Besucher des Ekidz gezählt wurden, ist dennoch ein besonderer Glücksfall. „Es ist wirklich kompliziert für die Familie, zum Beispiel in ein Restaurant zu gehen“, sagt Ekidz-Leiter Jörn Walther. Als Geschenk für die Drei haben sich Jörn Walther und die drei Mitarbeiter etwas ganz Besonderes ausgedacht: „Wir laden die Senningers zum Essen ein. Alle, die regelmäßig zu uns kommen, werden ein Menü zubereiten, und der Familie servieren“, sagt er. Maik Senninger senior freut sich: „Es ist sehr schwierig, mit dem Kleinen in der Öffentlichkeit“, sagt er. Es könne sein, dass er eben noch fröhlich und aufgeschlossen ist, im nächsten Moment jedoch anfängt zu schreien und zu toben, weil irgendetwas seine innere Ordnung stört. Die Umgebung im Ekidz ist Maik vertraut. „Wir bauen hier oft eine Höhle aus Matten“, erzählt sein Vater. Wenn ich Maik dann sage, ’Wir gehen in die Höhle’, freut er sich.

Maik Senningers Fall ist sicher einer der kompliziertesten, mit denen es die Mitarbeiter des Ekidz zu tun haben. Doch die familiäre Atmosphäre, die kompetente Beratung und das Eingehen auf die spezifischen Bedürfnisse der Kinder und Eltern – all das hat sich mittlerweile herumgesprochen in Pritzwalk. „Wir haben mittlerweile 50 bis 60 Familien, die uns regelmäßig oder in loser Folge besuchen“, sagt Jörn Walther. Bei besonderen Veranstaltungen, wie dem Adventsbasteln zum Weihnachtsmarkt, sind es auch deutlich mehr. Dass die Arbeit wertgeschätzt und angenommen wird, ist eine schöne Bestätigung. Der evangelische Pfarrsprengel Pritz­walk, in dessen Regie das Ekidz betrieben wird, hat zwar keinerlei Erfolgsvorgaben gemacht, dennoch ist das Gefühl, gebraucht zu werden, für alle motivierend.

Das gilt übrigens nicht nur für die Betreuer, sondern auch für die Besucher. Familie Senninger ist beispielsweise von Anfang an dabei. Sie übernimmt freiwillig Aufgaben für die Gemeinschaft und schätzt die „professionelle Betreuung“, wie Vater Maik Senninger es ausdrückt. Wegen gesundheitlicher Probleme braucht auch Maria Senninger oftmals Trost und Zuspruch. Genau das versuchen die Ekidz-Mitarbeiter der gesamten Familie zu geben.

Mit der Entwicklung des Eltern-Kind-Zentrums ist Jörn Walther ganz zufrieden. Im Vormittagsbereich haben wir noch freie Kapazitäten“, sagt er. Und dass neben spielen, kochen und lesen auch echte Beratung sowie Mediation angeboten werden, hat sich für seinen Geschmack noch nicht genügend herumgesprochen. Aber das Ekdiz ist ja auch gerade erst hundert Tage alt geworden.

Von Andreas König

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