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Prignitz 1149 Starter bei der Tour in Wittenberge
Lokales Prignitz 1149 Starter bei der Tour in Wittenberge
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20:32 25.05.2016
Massen von Menschen nahmen an der dritten Etappe der Tour de Prignitz teil. Quelle: Bernd Atzenroth
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Wittenberge

Wenn es auf den Deich geht, dann darf ja eigentlich der Deichgraf nicht fehlen. Und tatsächlich: Vor dem Start zur Elbe-Etappe der diesjährigen Tour de Prignitz stand plötzlich Matthias Platzeck an der Alten Ölmühle. Mitgefahren ist er zwar nicht, aber nach seinem Auftritt im KMG-Club in Bad Wilsnack am Vorabend wollte er wenigstens unbedingt vorbeigucken. Und sah immerhin, wie sich eine gigantische Radlermasse in Wittenberge in Bewegung setzte. Sage und schreibe 1149 Teilnehmer hatte die Elbestadt für die kürzeste, aber vielleicht auch schönste Etappe auf die Beine gebracht. Das ist die zweitbeste Beteiligung, die es je bei einer Etappe der Tour de Prignitz gab – nur im Jahr 2000 schaffte Perleberg noch mehr.

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In Wittenberge hatten sich am Mittwochmorgen mehr als 1000 Radler getroffen um gemeinsam nach Bad Wilsnack zu fahren.

Und gemessen an der großen Zahl war es eine sehr ruhige Fahrt. Das Band der Radler zog sich den großen Strom kilometerlang entlang – bis zu fünf Kilometer lagen die Spitze und das Ende des Feldes mitunter auseinander. Zwar lachte den Radlern nicht die Sonne, doch hatten sie zum Fahren angenehmes Radlerwetter. Unter den Teilnehmern war diesmal auch Prignitz-Landrat Torsten Uhe, der sich bei den Veranstaltern MAZ und Antenne für das tolle Ereignis bedankte.

Beinahe 30 Kilometer lang bewegte sich das Feld immer nur den großen Strom entlang, dabei begeistert empfangen in Hinzdorf, wo die Menschen für ihr Dorffest Werbung machten und gleichzeitig schon nach Fußball-Europameisterschaft aussahen. Über Bälow kam man zur Mittagspause ins Storchendorf Rühstädt.

Höhepunkt der langen Deichrunde war die Fahrt auf dem Mitteldeich, zwischen dem Havelvorfluter und der Elbe – ein landschaftlich einmaliges Erlebnis. Über das Gnevsdorfer Wehr ging es hinüber auf den Streifen zwischen den Wassern. Und auf dem gut zwölf Kilometer langen Teilstück verließen die Radler kurzzeitig das Land Brandenburg und streiften Sachsen-Anhalt. Am Ende wartete die Mündung der Havel in die Elbe, und wer über den Strom blickte, konnte den Werbener Dom sehen. Viele erinnerten sich nun an die Tour des Vorjahres, als sie die Wehranlagen bei Quitzöbel passierten, die derzeit mehr einer Baustelle ähneln. Kurz danach verließ die Tour de Prignitz für dieses Jahr die Elbe, um ein paar schöne Erinnerungen reicher.

Die Tour online: unter www.maz-online.de/tour gibt es wieder viele Bilder und Infos.

Von Bernd Atzenroth

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