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Prignitz 140 Musiker proben für Carmina Burana
Lokales Prignitz 140 Musiker proben für Carmina Burana
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23:53 26.02.2018
Erste gemeinsame Probe für „Carmina Burana“ war im Herbst in Perleberg: An dem länderübergreifenden Musikprojekt der Kreismusikschulen Prignitz und Ludwigslust-Parchim nehmen insgesamt 140 Instrumentalisten und Chorsänger teil. Quelle: Privat
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Perleberg/Meyenburg

140 Musiker zwischen zwölf und 86 Jahren arbeiten seit vergangenem Herbst an einem Projekt, das für die Region wohl einzigartig ist: 70 Orchestermusiker und noch einmal so viele Sänger aus der Prignitz und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim wollen im Herbst gemeinsam „Carmina Burana“ aufführen. Ein Konzert ist für den 1. September im Schlosspark in Meyenburg geplant, ein zweites für den 8. September in der Stadthalle in Parchim.

Beim Pampiner Musikpreis spielte im Herbst 2017 das Piratenorchester der Kreismusikschule Ludwigslust-Parchim in Pritzwalk. Quelle: Beate Vogel

Axel Gliesche von der Schulleitung der Kreismusikschule Prignitz in Perleberg arbeitet seit gut einem Jahr an dem Projekt. Etwas so Großes habe er noch nicht vorbereitet, sagt Gliesche: „Zum einen ist es neben dem Pampiner Musikpreis, den wir seit Jahren länderübergreifend mit der Kreismusikschule Ludwigslust-Parchim veranstalten, etwas Neues. Zum anderen habe ich einmal ein Konzert im Schloss Meyenburg gegeben und aus dem Fenster die große Festbühne im Schlosspark gesehen. Die bietet sich geradezu an für ein großes Konzertereignis.“ Außerdem sei Meyenburg ja auch eine Grenzstadt.

Große Proben sind eine Herausforderung

Seit September 2017 laufen die Proben für „Carmina Burana“. Immer freitags treffen sich die 35 Orchestermusiker der Kreismusikschule zur Probe, so Axel Gliesche, der das Ensemble leitet. „Problematisch sind natürlich die Hauptproben.“ Dann finden sich alle Instrumentalisten zusammen: Das reguläre Orchester, etwa zehn Ehemalige und dazu noch einmal zehn bis 20 Musiker aus der Kreismusikschule in Mecklenburg-Vorpommern. Der älteste Teilnehmer ist laut Gliesche übrigens der Cellist Gerhard Rathunde mit 86 Jahren. Er ist seit 25 Jahren dabei.

Eine erste große Probe hat es im vergangenen November gegeben. Die nächste Probe dieser Art ist für den 11. März geplant. „Das ist logistisch schwieriger zu organisieren, zumal man ja auch an Dinge wie die Verpflegung denken muss“, sagt der Organisator. Ein drittes Probenwochenende soll es dann am letzten Juniwochenende geben, ein viertes ist für Mitte August angesetzt.

„Carmina Burana“ ist für alle eine Herausforderung

Der Chor wird sich zum großen Teil aus den Mitgliedern des Bad Wilsnacker Ensembles Wilsnack Cantabile unter Leitung von Birgit Bockler und Christian Reißhaus zusammensetzen. „Dazu gibt es einen Kinderchor, dem Schüler verschiedener Grundschulen angehören, zum Beispiel aus Berge, Bad Wilsnack und Wittenberge“, ergänzt Axel Gliesche. In jeder Stimmgruppe – ob vokal oder instrumental – sei wenigstens ein Profi dabei.

Damit, dass die Kreismusikschulen „Carmina Burana“ spielen, finden die mitwirkenden Sänger und Musiker großartig. Für das Werk Carl Orffs habe man sich entschieden, weil es sehr bekannt ist. „Es ist auch eine Wahl für das Publikum.“ Zum anderen lernen die Kinder dabei sehr viel, meint der Musiklehrer.

Proben sind für einige sehr anstrengend

Er habe alles mit den Musikern abgesprochen, sagt Gliesche, bevor es an die konkrete Vorbereitung ging, erzählt er: „Sie waren sehr aufgeschlossen.“ Freilich habe der eine oder andere vielleicht den Umfang der Proben und der Organisation etwas unterschätzt. „Es ist ja auch anstrengend.“ Nachdem jetzt etwa zwei Drittel des Werkes einstudiert sind, wird es vielleicht für den einen oder anderen „ein bisschen zäh“. „Aber wenn dann der Chor dazu kommt, werden die Mundwinkel wieder nach oben gehen“, ist sich Axel Gliesche sicher.

Bei der Vorbereitung des groß angelegten Konzertabends erhält Axel Gliesche Unterstützung von seinem Schulleiter Alexander Girsch sowie von dessen Pendant in Mecklenburg-Vorpommern, Bernd Jagutzki, und von Volker Schubert, aus Parchim, mit dem er sich seit einiger Zeit die Organisation teilt.

Finanziert werden kann das Großereignis nur mit Hilfe vieler Spenden und Zuschüsse. Zu den Sponsoren gehören die regionalen Banken, Fördervereine, die Städte Meyenburg und Parchim, die Stiftung Schlösser und Gärten der Mark Brandenburg. „Die Förderungen sind alle bewilligt“, so Gliesche.

Von Beate Vogel

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