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Prignitz 15 Ahorneschen müssen in Pritzwalk fallen
Lokales Prignitz 15 Ahorneschen müssen in Pritzwalk fallen
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00:18 24.02.2016
Peter Kniesel zeigt einen der Ahorneschenbäume, der vom Sturm beschädigt wurde. Quelle: Foto: Andreas König
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Pritzwalk

„Ihr könnt doch nicht alle Bäume fällen“, ruft der ältere Herr, als er sein Fahrrad am Spielplatz in der Pritzwalker Nordstraße vorbeischiebt. Sachbearbeiter Peter Kniesel vom Fachgebiet Straßenwesen, Grünanlagen und Friedhofswesen der Stadtverwaltung Pritzwalk hat 15 Ahorneschenbäume gekennzeichnet. „Sie müssen leider gefällt werden, weil sie die erforderliche Standfestigkeit nicht mehr haben“, sagt Peter Kniesel. Der Passant lässt das nicht gelten: „Was hier in letzter Zeit schon an Bäumen weggekloppt wurde, schön ist das nicht“, sagt er. Erst vor wenigen Tagen sei ein Baum vor einem der Wohnblöcke in Nord gefällt worden, die Kastanie am Hainholzweg wurde abgesägt und viele mehr. „Sie müssen mir glauben, dass mir die Bäume am Herzen liegen“, sagt der Pritzwalker Bauhofverantwortliche, „aber wenn irgendetwas passiert, die Verantwortung nimmt mir doch keiner ab.“ Einige der am Rand des Spielplatzes stehenden Bäume haben Fußballgroße Löcher im Stamm, fast alle weisen einen bedenklichen Schief­stand auf. „Hier spielen Kinder und das sind Sitzbänke. Wenn da was passiert“, sagt Peter Kniesel. Im Übrigen habe sich die Stadt mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und für alle der jetzt zum Fällen vorgesehenen Bäume eine Genehmigung erhalten. „Ja, ja“, versetzt der Radfahrer, „aber die Bäume werden von Vögeln als Niststätte benötigt. Wenn die Bäume gefallen sind, verziehen sich die Vögel und kommen nicht wieder.“

Pritzwalker gucken genau hin

Immerhin, soviel kann Peter Kniesel schon jetzt mitteilen, soll Ersatz für die Bäume gepflanzt werden. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau an den Stellen, wo die Ahorneschen jetzt noch stehen. Wie alt die Bäume sind, vermag der Sachbearbeiter nicht zu sagen. „Auf jeden Fall stehen die schon seit tiefsten DDR-Zeiten hier.“ Der Passant sieht das Meiste ein, kann den Argumenten folgen, beschwert sich dann aber noch über den vielen Dreck und Müll am Festplatz an der Rostocker Straße, worauf er erfährt, dass es sich da um ein Privatgrundstück handelt. Dann muss er weiter. „Der Magen knurrt“, sagt er. Wie er heißt, möchte er lieber nicht sagen, „sonst heißt es nur wieder, der olle Meckerkopp“, sagt der Mann und radelt los.

Einige der Stämme sind mit roter Farbe gekennzeichnet. Warum? „Im Erdreich verlaufen Energieleitungen, daher können von einzelnen Bäumen nicht die Wurzeln aus der Erde gezogen werden“, erklärt der städtische Fachmann. Stattdessen wird bei diesen Bäumen die Stubbenfräse eingesetzt. Im Frühjahr, wenn die neuen Bäume gepflanzt werden, soll auch der Spielplatz eine Verschönerungskur erhalten. Da wo eigentlich ein Sandkasten ist, schimmert derzeit nur weißer Sand. „Diese Fallschutzflächen werden von unseren Mitarbeitern aufgefüllt und gegrubbert“, so Peter Kniesel. Vielleicht lassen sich in der warmen Jahreszeit auch wieder Kinder auf dem Spielplatz sehen.

Von Andreas König

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