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16 Kühe halten Einsatzkräfte stundenlang in Atem

Pritzwalk 16 Kühe halten Einsatzkräfte stundenlang in Atem

Am Sonnabend brachen von einer Weide bei Pritzwalk 16 Rinder aus, die sich beim Versuch, sie einzufangen, zum Teil sehr aggressiv verhielten. Der Tierhalter selbst wurde dabei schwer verletzt. Polizei und Ordnungskräfte waren mehrere Stunden beschäftigt, die Kühe wieder einzufangen. Einige mussten erschossen werden.

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Kühe – auch junge Tiere wie diese – sind in der Regel friedlich. Fühlen sie sich bedroht, greifen sie aber an.

Quelle: Peter Geisler

Pritzwalk/Beveringen. Während die Pritzwalker und ihre Gäste am Samstag in der Innenstadt friedlich die Festtage feierten, tobte am Rande der Stadt eine Herde Kühe unkontrolliert durch die Gegend. Vom frühen Morgen bis kurz vor Mitternacht hielten die wild gewordenen Rinder Polizei und Ordnungskräfte in Atem. 16 Jungtiere waren von einer Weide zwischen Pritz­walk und dem Ortsteil Beveringen ausgebüchst und hatten sich über ein weites Gebiet verteilt. Etliche der jungen Kühe mussten erschossen werden, weil sie sich äußerst aggressiv verhielten und nicht mehr ohne Gefahr für Leib und Leben einfangen ließen.

Gegen 7 Uhr hatten sich am Samstag die 16 etwa ein Jahr alten Kühe aus noch ungeklärter Ursache aus ihrer Koppel befreit. Die Polizei fuhr laut Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, gegen 7.20 Uhr den ersten Einsatz. Zu dieser Zeit war an den Bahnschienen eine Kuh gesichtet worden. Im Laufe des Tages waren immer wieder Tiere aus der Herde rings um Pritzwalk aufgetaucht, berichtete die Polizeisprecherin.

Die Tiere hatten sich über ein relativ weiträumiges Gebiet verlaufen

Ein Tier war in Richtung Stadt gelaufen, hieß es im Polizeibericht. Der Tierhalter versuchte, die teilweise sehr aggressive Kuh einzufangen. Diese nahm ihn offenbar auf die Hörner und warf ihn durch die Luft. Der Mann wurde schwer verletzt und kam mit dem Rettungswagen ins Pritzwalker Krankenhaus. „Dort lag er zunächst auf der Station, hat sich dann aber selbst entlassen, um weiter nach den entlaufenen Tieren zu suchen“, so Dörte Röhrs. Warum die Kühe so aggressiv waren, konnte sie nicht sagen.

14 Kühe waren gegen 14.30 Uhr an der Bundesstraße 103 unterwegs, später sechs an der B 107 bei Mesendorf, fünf bei Neuhof, weitere vier bei Beveringen. Inzwischen hatten die Einsatzkräfte, weil die Färsen sich äußerst aggressiv verhielten, die Schussfreigabe erteilt, informierte Dörte Röhrs: „Durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Pritzwalk wurden die Jäger und der Tierarzt darüber informiert, dass die Tiere, wenn sie irgendwo auftauchen, abgeschossen werden dürfen.“ In den folgenden Stunden wurden drei Kühe bei Mesendorf von Jägern erschossen, drei weitere konnten laut Röhrs in eine dortige Herde integriert werden. Die fünf Rinder bei Neuhof wurden ebenfalls in solcher Art integriert, von den vieren bei Beveringen mussten drei getötet werden. Der Tierarzt habe vor der Tötung ein Betäubungsgewehr verwendet.

Etliche Tiere wurden bei dem Einsatz erschossen

Im Einsatz waren, zeitlich versetzt, neben Kollegen der Polizei aus Pritzwalk, Wittstock, Kyritz und von der Autobahnpolizei auch Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes. Bürgermeister Wolfgang Brockmann reagierte bis zum Redaktionsschluss am Montag nicht auf eine entsprechende Anfrage.

Von Beate Vogel

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