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20 Jahre Tour-Geschichte in 20 Bildern

Perleberg 20 Jahre Tour-Geschichte in 20 Bildern

Seit zwei Jahrzehnten gibt es die Tour de Prignitz – dies wird nun in einer Ausstellung in der Kreisverwaltung in Perleberg dokumentiert. Ab dem 2. März sind dort 20 Fotografien zu sehen, die einen Eindruck von zwei Rundfahrt-Jahrzehnten geben sollen.

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Als die Tour de Prignitz in der MAZ noch schwarz-weiß daherkam: Fotografie aus dem Jahr 1997.

Quelle: Bernd Atzenroth

Perleberg. Der Sommer 1997 war ein Sommer im Zeichen des Radfahrens. Dass damals zum ersten und bislang einzigen Mal ein Deutscher die Tour de France gewinnen konnte, hat den Trend zum Zweirad nur noch verstärkt. Da lag die Idee nahe, auch einmal in der Prignitz eine kleine Rundfahrt zu organisieren. Redakteure der MAZ und von Antenne Brandenburg setzten sie in die Tat um – aus einer Laune im Sommer heraus gingen am 6. Oktober 1997 in Perleberg die ersten 59 Radler auf eine Etappe der Tour de Prignitz. Ganze 13 Kilometer war die Fahrt lang, bevor das Ziel in Wittenberge erreicht war. Aber das brachte eine Bewegung ins Rollen, die bis heute anhält. Mittlerweile haben bereits mehr als 60 000 Radler einmal eine Etappe bei einer Tour de Prignitz gefahren, und im Mai steht die 20. Auflage der beliebten Rundfahrt im Nordwesten Brandenburgs an.

Veranstalter sind noch immer die MAZ und Antenne Brandenburg, aber die Tour ist mittlerweile so etwas wie ein Markenzeichen der ganzen Region geworden. Darum widmet die Prignitzer Kreisverwaltung jetzt der Tour de Prignitz eine Fotoausstellung – die Initiative dafür ging direkt von Landrat Torsten Uhe aus. Bestückt wird die Schau mit 20 Tourmotiven aus den reichhaltigen Beständen insbesondere der MAZ, aber auch von Antenne Brandenburg. Jedes Bild soll eine Geschichte aus 20 Jahren Tour de Prignitz erzählen. Die Ausstellung dokumentiert dabei indirekt aber auch, wie sich die Fotoarbeit bei der Zeitung geändert hat – vom Schwarz-Weiß-Foto, das in der Redaktion noch selbst entwickelt und per Kurier zur Bearbeitung nach Potsdam geschickt wurde, bis hin zum hochwertigen Digitalbild, das mittlerweile auch qualitativ ganz andere Maßstäbe setzt.

Vor allem aber soll die Ausstellung etwas von der einmaligen Stimmung wiedergeben, die Jahr für Jahr sechs Tage lang in der Region herrscht. „Diese Tour hat ihren ganz eigenen Anteil daran, dass die Region touristisch, kulturell und menschlich noch mehr zusammengerückt ist“, erklären die Zuständigen vom Landkreis Prignitz. „Das ist den Veranstaltern – der Märkischen Allgemeinen Zeitung und Antenne Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz und der AOK Nordost – wie auch vielen engagierten Bürgern und Vereinen in den Ortschaften, Gemeinden und Städten zu verdanken.“ Die Veranstalter freuen sich sehr über diese Wertschätzung beim Landkreis und können sich dem Dankeschön an alle anderen Mitstreiter nur anschließen. Auch ihre Mühen werden gut dokumentiert, insbesondere bei den farbenfrohen und meist lustigen Empfängen an den Ziel- und Pausenorten, die manchmal schon regelrechte Inszenierungen waren.

Die Exposition „20 Jahre Tour de Prignitz“ wird am Donnerstag, 2. März, um 9.30 Uhr in der Kreisverwaltung Prignitz, Perleberg, Berliner Straße 49, Haus 1, eröffnet. Wer neugierig auf diese Bilder aus 20 Jahren Tour-Geschichte ist oder selbst mal eine Etappe mitfuhr, ist gern zur Ausstellungseröffnung eingeladen.

Die Tour de Prignitz 2017 beginnt am 15. Mai und führt diesmal über Wittenberge, Perleberg, Putlitz,
Pritzwalk, Heiligengrabe und Kyritz. Sie endet am 20. Mai wieder in Wittenberge.

Von Bernd Atzenroth

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