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200 Besucher beim Tag der offenen Baustelle

Pritzwalk 200 Besucher beim Tag der offenen Baustelle

Die Tuchfabrik ist für viele Pritzwalker ein wichtiger Bezugspunkt. Kein Wunder, dass auch beim 6. Tag der offenen Baustelle in der Tuchfabrik wieder gut 200 Menschen dabei sein wollten. Letztmals bestand die Möglichkeit die neu geschaffenen Wohnungen zu besichtigen – die meisten werden Anfang Dezember von den Mietern bezogen.

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Dietmar Sachs (l.) erklärte hier bei seiner Führung den Besuchern recht anschaulich, wie das neue Industriemuseum einmal aussehen wird.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Um die Größenordnung des Bauvorhabens Tuchfabrik für die Stadt Pritzwalk wirklich einschätzen zu können, bemühte Klaus-Peter Garlin (CDU) am Samstag einen gewagten Vergleich. Das Projekt sei für die Stadt so etwas wie Stuttgart 21 für Stuttgart oder der Flughafen BER für Berlin, meinte der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung in seiner Begrüßung zum Tag der offenen Baustelle in der Tuchfabrik am Samstag. Es gibt allerdings einen kleinen, aber feinen Unterschied: Hier werden die Bautermine und der Finanzrahmen wohl eingehalten. In jedem Fall sei es das größte Bauvorhaben dieser Art in der Prignitz, das in etwa einem Jahr vollendet sein wird.

Das Interesse aus der Bevölkerung zeigte aber bei der sechsten Veranstaltung dieser Art erneut, wie bedeutend das ganze Vorhaben für die Bürger der Stadt ist: Über 200 Menschen waren um Punkt 10 Uhr im multifunktionalen Versammlungsraum in dem Komplex zusammengekommen, um sich von Mitarbeitern der Stadtverwaltung auf den neuesten Stand der Bauarbeiten bringen zu lassen. Vizebürgermeister Ronald Thiel sieht sich dadurch darin bestätigt, dass es die richtige Idee war, solche Tage der offenen Baustelle zu veranstalten. Dabei stehen, dem Baufortschritt sei Dank, jedes Mal andere Aspekte im Vordergrund. Zum einen erläuterte Lars Schladitz, Leiter des Stadt- und Brauereimuseums, die Geschichte des Kompßlexes. Er erarbeitet auch das Konzept für die Umgestaltung und Erweiterung des Museums in der Tuchfabrik, wo künftig die Geschichte der Industrialisierung in Pritzwalk beispielhaft thematisiert werden soll.

Klaus-Peter Garlin (stehend) begrüßte die vielen Besucher

Klaus-Peter Garlin (stehend) begrüßte die vielen Besucher.

Quelle: Bernd Atzenroth

In Gruppen von 20 bis 25 Personen besichtigten die Besucher dann den Komplex, geführt von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, „die hier ihr Herzblut reingesteckt haben“, so Kalus-Peter Garlin. Das merkte man auch bei den Führungen, egal ob von Dietmar Sachs, Friedhelm Müller oder Sylke Hildebrandt.

Ellen Prill (r) gab Auskunft zu den Wohneinheiten

Ellen Prill (r.) gab Auskunft zu den Wohneinheiten.

Quelle: Bernd Atzenroth

Eines war zum letzten Mal in diesem Rahmen möglich: Die Besichtigung der 30 Wohneinheiten in dem Komplex. Denn bereits Anfang Dezember werden viele der neuen Mieter einziehen können. Bei den drei Wohnungen, die beim Wasserrohrbruch am vergangenen Montag Schäden davon getragen, wird dies noch etwa drei Monate dauern, wie Ellen Prill, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk (WBG) mitteilte. Auch sie stand für Nachfragen der Bürger zur Verfügung. Die drei Wohnungen müssten erst einmal wieder vollständig getrocknet sein, erklärte sie. Zum Glück wäre ohnehin jetzt nur eine der Wohnungen bezogen worden. Da aber auch noch andere vergleichbare Einheiten frei waren, konnte dem neuen Mieter Ersatz angeboten werden. Die Wohnungen sind durchaus bezahlbar und kosten 5,50 bis 5,60 Euro pro Quadratmeter. Bei der Wohneinheit 22 beispielsweise mit ihren 71,85 Quadratmetern macht das zum Beispiel eine Kaltmiete von 400 Euro, warm kostet sie 570 Euro. Die danebenliegende, 104 Quadratmeter große Wohneinheit 23 kommt mit Nebenkosten auf eine Monatsmiete von 810 Euro. Acht der Wohnungen werden bei entsprechender Berechtigung sozial ermäßigt für vier Euro pro Quadratmeter vergeben.

Museumsleiter Lars Schladitz bei seinem Vortrag

Museumsleiter Lars Schladitz bei seinem Vortrag

Quelle: Bernd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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