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Prignitz 2002: Comeback beim Erntefest
Lokales Prignitz 2002: Comeback beim Erntefest
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00:17 21.04.2017
Einfahrt in Dergenthin anno 2002. Quelle: MAZ/Bernd Gartenschläger
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Perleberg

In 20 Jahren Tour de Prignitz haben die Macher und die Mitradler so einiges erlebt. Die MAZ blickt an dieser Stelle zurück und erzählt 20 Geschichten zu 20 Bildern – analog zur Ausstellung, die derzeit in der Kreisverwaltung in Perleberg zu sehen ist. In dieser Geschichte: die Tour de Prignitz 2002.

Nur noch wenige Tage trennten Organisatoren und Radler von der 5. Tour de Prignitz, als sich das gesamte Vorbereitungsteam in Potsdam bei Antenne Brandenburg zur letzten großen Absprache vor der Rundfahrt einfand, die damals noch im Herbst stattfand. Es ging um 14 Uhr los. Doch während alle intensiv im Tour-Tunnel waren, brach auf der anderen Seite des Atlantiks gleichzeitig das Grauen los. In New York war es 8 Uhr morgens, es war Dienstag, der 11. September 2001. Wenige Stunden, nachdem die Türme des World Trade Center zusammengebrochen waren, wollte Perlebergs Bürgermeister Dietmar Zigan nicht mehr radeln und sagte die Teilnahme Perlebergs ab. Das hatte letztlich die komplette Absage der Rundfahrt zur Folge. Es war bislang das einzige Mal, dass die Rundfahrt nicht stattgefunden hat, aber direkt nach der Absage war überhaupt nicht klar, ob es noch eine weitere Tour geben würde. Es gab sie. Fast genau ein Jahr später, im September 2002, begann gleich die längste aller Prignitz-Rundfahrten mit acht Etappen. Die Beteiligung war nicht ganz so gut wie noch im Jahr 2000, aber alle freuten sich, dass wieder geradelt wurde. Perleberg sollte auch diesmal nicht Etappenziel sein, obwohl die Stadt beim Städtespiel dabei war. Aber der Zielempfang wurde wegen des dortigen Kreiserntefests in den Ortsteil Dergenthin verlegt. Gestartet wurde am nächsten Tag dann in Perleberg – das bislang einzige Mal, dass Start und Ziel in einer Stadt nicht am selben Ort waren.

Von Bernd Atzenroth

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