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Prignitz 24 Stunden Schwimmen für die Kreisstadt
Lokales Prignitz 24 Stunden Schwimmen für die Kreisstadt
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02:15 17.07.2017
Der Start zum 24-Stunden-Schwimmen wurde zu einer Manifestation für die Kreisstadt Perleberg. Quelle: Beate Mundt
Karstädt

Annett Jura war ganz aus dem Häuschen: „Das ist eine total tolle Geste“, fand die Bürgermeisterin von Perleberg, weil das traditionelle Karstädter 24-Stunden-Schwimmen im Zeichen des Kampfs um den Erhalt des Kreisstadtstatus von Perleberg stand. Die Karstädter hatten bekundet, die Veranstaltung zu nutzen, um Flagge zu zeigen. Die Idee dazu hatten die Bürgermeister aus dem Regionalen Wachstumskern während ihrer Versammlung am vergangenen Montag. Jura erklärte, dass schließlich der gesamte Mittelbereich um die Kreisstadt herum mitgemacht habe. Bei der Eröffnung waren denn neben dem Karstädter Bürgermeister Udo Staeck und Annett Jura auch das Wittenberger Stadtoberhaupt Oliver Hermann, die Gemeindebürgermeisterin von Plattenburg, Anja Kramer, und der stellvertretende Amtsdirektor von Bad Wilsnack/Weisen, Gerald Neu, sowie mit Torsten Diehn der Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative Westprignitz dabei. Auch andere hatten ihre Unterstützung für Perleberg bekundet und waren in Karstädt vor Ort, zum Beispiel die Awo Prignitz. „Sie haben symbolisch Geschlossenheit gezeigt“, so Jura weiter. Auch im Wasser wurde viel Verbundenheit mit Perleberg bekundet. Allein 100 Schülerinnen und Schüler aus Perleberg hatten den Weg nach Karstädt gefunden, darunter die drei siebten Klassen des Perleberger Gymnasiums und Kinder der Geschwister-Scholl-Grundschule. Auch aus Wittenberge waren Schulklassen gekommen.

Für die Karstädter hatte sich das Ganze genauso gelohnt, denn alleine durch die vielen Schüler wuchs sich das 24-Stunden-Schwimmen zum „Mega-Event“ aus, wie es Beatrice von Lentzke, Hauptamtsleiterin in Karstädt, formulierte. Das 24-Stunden-Schwimmen, das die Gemeinde Karstädt zusammen mit der Wasserwacht Karstädt organisiert, dient einem guten Zweck. Unter dem Motto „Jeder Meter zählt!“ sollen die Wasserratten dazu beitragen, dass sich das Bad eine Schaumkanone für Schaumpartys anschaffen kann. Für jeden geschwommenen Kilometer stellt die Sparkasse Prignitz einen Euro zur Verfügung. Die Hoffnung bestand darin, dass der Einsatz für die Kreisstadt Perleberg zusätzlich mobilisiert. Das hat geklappt: Nach einer Zwischenbilanz am Freitag gegen 18 Uhr waren laut der Schwimmmeisterin Manuela Rozycki bereits über 700 Kilometer, also die gleiche Zahl in Euro, zusammengekommen.

Für die Perleberger werden solche Manifestationen der Unterstützung zunehmend wichtiger. „Es ist nun klar, dass die Landesregierung das wirklich durchziehen will“, sagte Annett Jura. Da sei es an der Zeit, für den Erhalt der Kreisstadt Perleberg zu kämpfen. Das 24-Stunden-Schwimmen ist Auftakt zu verstärkter Aktivität in eigener Sache.

Pritzwalker oder Putlitzer waren diesmal nicht dabei. Doch möchte Annett Jura demnächst auch kreisweit um Unterstützung für das Anliegen werben.

Von Bernd Atzenroth

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