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25 Jahre Bildungsgesellschaft gefeiert

Pritzwalk 25 Jahre Bildungsgesellschaft gefeiert

Eine „brandenburgische Erfolgsgeschichte“ nannte Ministerpräsident Dietmar Woidke am Donnerstag die Bildungsgesellschaft Pritzwalk. Die Einrichtung feierte im Pritzwalker Sudhaus ihr 25-jähriges Bestehen, und der Landesvater gehörte dabei zu den Festrednern.

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Ronald Thiel fand vor dem Auditorium nur lobende Worte für die 100 Beschäftigten der Bildungsgesellschaft.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. 25 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Das wurde deutlich, als sich am Donnerstag im Pritz­walker Sudhaus viele Redner daran erinnerten, was vor einem Vierteljahrhundert war – zu dem Zeitpunkt, als auch die Bildungsgesellschaft Pritzwalk gegründet wurde. Die feierte nun Silberjubiläum, und unter den vielen Gästen war sogar Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Dessen Erinnerungen an die Zeit kurz nach der Wende machten deutlich, dass die Geschichte des Bildungsträgers aus der Dömnitzstadt eine „brandenburgische Erfolgsgeschichte“ ist. Dabei waren dereinst die Vorzeichen ganz andere. Viele alte Betriebe aus DDR-Zeiten überlebten die Nachwendezeit nicht, und viele Menschen wurden arbeitslos, mussten sich umorientieren, manche sogar mehrfach. Bildungsgesellschaften wurden gegründet, damit die Menschen schnell umlernen und so wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten. Wer 1989/1990 in einer Festanstellung war, musste das im folgenden Vierteljahrhundert bis zu dreimal tun, so Woidke.

Dietmar Woidke in Pritzwalk

Dietmar Woidke in Pritzwalk

Quelle: Atzenroth

Heute steht die Gesellschaft vor ganz anderen Herausforderungen. Stichwort: Fachkräftemangel. Zu wenige Leute für zu viele Jobs – wer hätte damals diese Entwicklung geahnt.

„Alle können stolz sein auf das, was hier entstanden ist“, betonte der Landesvater.

Thiel: „Dienstleister für die ganze Region“

Dem heutigen Geschäftsführer der Bildungsgesellschaft, Jörg Ahlgrimm, der erst im vergangenen Jahr Langzeitgeschäftsführer Werner Schulze abgelöst hatte, oblag es, die 25 Jahre zu rekapitulieren. Das war nicht leicht, denn ständig wurde das Profil der Gesellschaft weiterentwickelt, wurden neue Programme und Bildungsmaßnahmen gestartet, erweiterte die Gesellschaft ihren Aufgabenbereich wie ihre Räumlichkeiten bis hin zu Ausbau der Tuchfabrik. 1991 wurde die Bildungsgesellschaft von der Pritzwalker Kreisverwaltung, dem Zahnradwerk, der Gemeinde Gerdshagen und einem Bildungsverein aus der Taufe gehoben. Einmalig ist, dass 1993 viele Mitarbeiter Anteile an der Gesellschaft erwarben, die die damalige Pritzwalker Kreisverwaltung vor der Kreisgebietsreform 1993 zur Verfügung gestellt hatte.

Ahlgrimm dankte den vielen Akteuren, die zum Erfolg beigetragen haben, seien es die Stadt Pritzwalk, die Nachbarstädte, der Landkreis Prignitz, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit, der Verein Wachstumskern Autobahndreieck oder auch die Familie Quandt, die zu Pritzwalk eine besondere Beziehung hat. Auch für den Pritzwalker Vizebürgermeister Ronald Thiel, gleichzeitig Aufsichtsratschef der Bildungsgesellschaft, ist dies eine Gesellschaft, die es bundesweit sonst so nicht gibt. Die gut 100 Beschäftigten seien „Dienstleister für die ganze Region im Nordwesten“. Thiel kündigte an, dass man für ihre weitere Unterstützung auch künftig alle kommunalen Möglichkeiten ausschöpfen wolle.

Unter den Gästen war auch der langjährige Geschäftsführer der Bildungsgesellschaft, Werner Schulze (vorne)

Unter den Gästen war auch der langjährige Geschäftsführer der Bildungsgesellschaft, Werner Schulze (vorne)

Quelle: Atzenroth

Beim Kulturprogramm taten sich auch Mitarbeiter der Gesellschaft hervor, etwa beim anfänglichen Jagdhornblasen oder später die Jugendlichen von der Kindereinrichtung Falkennest, die von der Bildungsgesellschaft betrieben wird, mit Tanz und Gesang. Ulrich Runde hatte dann noch einige Geschichten aus Sicht der Beschäftigten parat. Ferner wurde ein Film gezeigt, den ein Mitarbeiter der Gesellschaft produziert hatte.

Jörg Ahlgrimm

Jörg Ahlgrimm

Quelle: Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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