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25 Jahre CJD in der Prignitz

Aktionstag rund um die Schule in Hoppenrade 25 Jahre CJD in der Prignitz

Mit einem kleinen Büro in Perleberg startete das CJD Prignitz 1991. Rund um die Christophorusschule in Hoppenrade konnte am Dienstag das Bestehen seit 25 Jahren gefeiert werden. Heute ist das CJD mit fast 300 Mitarbeitern fest in der Prignitz verankert.

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Passend zu 25 Jahre CJD flogen 25 Tauben in den Himmel.

Quelle: Michael Beeskow

Hoppenrade. „Heute wird gefeiert, den ganzen Tag, um 22 Uhr ist aber Schluss.“ Nach einer gemeinsamen Andacht mit Pfarrer Christian Gogoll und einigen kurzen Ansprachen im Festzelt gab Schulleiter Ulrich Resch am Dienstag die Hoppenrader Schule und das herrliche Parkgelände frei zu einem Festtag, einem Aktionstag für Menschen mit und ohne Behinderung unter dem Motto „Einfach für alle – Gemeinsam stark.“

Es wurde eine große Geburtstagsfeier mit gemeinsamen Aktionen und Workshops, Improvisationstheater, Clownerie, der Wanderausstellung „World Wide Work: Bekommen wir, was wir verdienen?“, Reiten und Kutschfahrten und schließlich mit Musik und Tanz beim irischen Abend, den die Band „Serveral Gents“ gestaltete. „So viele Gäste“, sagte ein Hoppenrader Schüler staunend.

Viel Beifall gab es für die musikalischen Einlagen der Schüler der Hoppenrader Schule

Viel Beifall gab es für die musikalischen Einlagen der Schüler der Hoppenrader Schule.

Quelle: Michael Beeskow

„Es gibt hier eine große Gemeinschaft“, hatte am Vormittag Petra Densborn gesagt. Und dies war auch am Aktionstag allenthalben zu spüren. Die Gesamtleiterin des CJD Berlin-Brandenburg erinnerte an die Gründung des Christlichen Jugenddorfes in der Prignitz vor 25 Jahren. Dies war in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert und historisch. Der damalige Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) war anwesend und auch Alfred Dannemann, der 1947 das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland ins Leben gerufen hatte. Für den CJD-Gründer war es die letzte Gründung. Der evangelische Pastor starb 1993.

Gutshaus Hoppenrade kam erst 1992 hinzu

Petra Densborn sprach von einer wechselvollen Geschichte des CJD in der Prignitz. Die ersten Einrichtungen bestanden 1991 in Perleberg und in Birkholz (Gemeinde Karstädt). Das Gutshaus in Hoppenrade kam erst 1992 hinzu. Die Wohnstätte in Birkholz besteht heute nicht mehr, inzwischen wurde sie nach Giesensdorf bei Pritz­walk verlegt.

„Jedem Menschen soll die Möglichkeit gegeben werden, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden“, bezeichnete Petra Densborn als das große Kernanliegen des CJD. Menschen mit Handycap werde in verschiedener Weise eine Chance eröffnet – etwa mit einer Tätigkeit in einer Werkstatt, junge Menschen würden aber auch befähigt, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Bei herrlichem Wetter wurde im Park gefeiert

Bei herrlichem Wetter wurde im Park gefeiert.

Quelle: Michael Beeskow

Als eine schwierige Zeit bezeichnete die Gesamtleiterin für Berlin-Brandenburg den Rückzug des CJD aus der Berufsbildung vor einigen Jahren. Es bestehen nur noch einzelne Angebote, aber die Zeit, als mit bis zu 1500 Teilnehmern Bildungs- und Beschäftigungsprogramme durchgeführt wurden, ist längst vorbei.

CJD will Bolzplatz und Reitzelt bauen

Das CJD Prignitz, das 2015 seine Eigenständigkeit verlor und im Gesamtverbund Berlin-Brandenburg aufgegangen ist, konzentriert sich heute auf die Schule in Hoppenrade, Betreuungsangebote und Wohnstätten. „Mit fast 300 Mitarbeitern in der Prignitz ist das CJD zu einem festen Bestandteil in der Region geworden“, erklärte Petra Densborn. Aber die Organisation wolle vor allem in die Zukunft blicken: „Wir haben noch ganz viel vor.“ In Hoppenrade sollen ein kleiner Bolzplatz und ein Reitzelt entstehen, auch für den Standort an der Reetzer Straße in Perleberg geht die Ausgestaltung weiter. Es geht um die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft, die Einbeziehung von Menschen anderer Herkunft und Nationalität.

Landrat Torsten Uhe äußerte sich sehr anerkennend über die Arbeit des CJD: „Für die Prignitz ist es unverzichtbar. Es ist ein Ideengeber.“ Sei es bei der Arbeit mit Strafgefangenen oder bei der Ausbildung von Jugendlichen ohne Schulabschluss. Plattenburgs Bürgermeisterin Anja Kramer hob die Bedeutung der Schule in Hoppenrade hervor. Doch die Bürgermeisterin ließ auch die Schließung der Kita „Storchennest“ vor zwei Jahren nicht unerwähnt. Das sei ein schmerzlicher aber letztlich notwendiger Schritt gewesen.

Von Michael Beeskow

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