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26 Albaner flogen freiwillig nach Hause

Perleberg 26 Albaner flogen freiwillig nach Hause

Weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde, haben sich 26 Albaner entschieden, die Prignitz in Richtung ihrer Heimat zu verlassen. Die Albaner nutzten ein Angebot der Internationalen Organisation für Migration. Diese Organisation hatte Plätze in einem Flugzeug von Hamburg nach Tirana gebucht. Mit diesem Schritt kamen die Asylbewerber ihrer Abschiebung zuvor.

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Sie dürfen in der Regel erst einmal bleiben: Minderjährige unbegleitete Asylbewerber.

Quelle: Andreas König

Perleberg. 26 Asylbewerber aus Albanien haben zum Ende des Monats Juni den Landkreis Prignitz verlassen. Das bestätigte Annette Löther von der Pressestelle der Kreisverwaltung auf Nachfrage der MAZ. „Der Asylantrag dieser Personen aus Albanien war abgelehnt worden“, sagte Michael Knauf von der Ausländerbehörde.

Keine Chance für Bewohner von Westbalkan-Staaten

Da die Westbalkanstaaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt wurden, hätten Asylbewerber aus diesen Ländern so gut wie keine Chance mehr, ihren Asylantrag genehmigt zu bekommen, erklärte der Sachbearbeiter weiter. Daher habe die Internationale Organisation für Migration in Deutschland ein Sammeltransport per Flugzeug organisiert und angeboten. „Der Vorteil daran ist, dass die Kosten überschaubar sind und der Transport schnell und sicher erfolgt“, erklärte Michael Knauf.

Albaner kamen freiwillig ihrer Abschiebung zuvor

Mit den 26 Albaner, die ohnehin nicht mehr hätten bleiben dürfen, sei ein Rückkehrgespräch geführt worden, in dessen Verlauf auch die Möglichkeit der Ausreise per Flugzeug erläutert worden sei. Sämtliche in Frage kommenden Menschen albanischer Nationalität hätten das Angebot angenommen. „Freiwillig“, wie Michael Knauf betont. Andererseits kamen sie damit nur der Abschiebung zuvor, die im Falle eines Falles unter Polizeibegleitung erfolgt. Solchen einen Fall habe es in der Prignitz bereits seit zwei Jahren nicht mehr gegeben, sagt der Sachbearbeiter. Am 29. Juni sei die Abreise der Albaner vom Flughafen Hamburg in ihre Heimat erfolgt.

Noch 20 Personen vom Westbalkan in der Prignitz

Gegenwärtig halten sich nach Auskunft des Sachbearbeiters noch 20 Personen vom Westbalkan in der Prignitz auf. Es handele sich dabei durchweg um schwangere Frauen sowie um Personen, deren Antrag noch nicht entscheiden sei. Sowohl 2015 als auch in diesem Jahr hätten bisher jeweils 75 Personen den Landkreis als ihren Aufenthaltsort in Deutschland verlassen.

Seit Jahresbeginn kamen 582 Asylbewerber

Zwar ist die Zahl der Flüchtlinge, die in der Prignitz aufgenommen wurden, zurückgegangen, aber noch immer werden Menschen auf der Flucht im Landkreis aufgenommen. „Seit Jahresbeginn bis zum 31. Mai kamen 582 Asylbewerber im Landkreis Prignitz an“, sagte Annette Löther von der Pressestelle des Landkreises.

Von Andreas König

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