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29 Einwendungen gesammelt

Windkraftgegner freuten sich am Waldcafé Hohe Heide über großen Zuspruch 29 Einwendungen gesammelt

In der Hohen Heide wächst der Widerstand gegen die Ausweisung eines Windeignungsgebiets in dem Walderholungsareal. Jetzt bietet die Bürgerinitiative gegen das Vorhaben Bürgern Hilfe beim Verfassen von Einwendungen gegen den ausgelegten Planentwurf an.

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Das Interesse der Bürger war groß.

Quelle: Foto: Fariba Nilchian

Hohe Heide. Zum zweiten Mal hatte die Interessengemeinschaft Hohe Heide ihren „Einwendungstisch“ aufgebaut, diesmal am vergangenen Sonnabend vor dem Waldcafé Hohe Heide. Darüber informierte jetzt die Bürgerinitiative, die Hilfe bei der Formulierung von Einwänden gegen einen Windpark im Waldgebiet der Hohen Heide anbietet (die MAZ berichtete). Zur Zeit liegt der Entwurf des neuen Regionalplans für die künftigen Windeignungsgebiete der Prignitz aus und es gibt bis zum 31. August die Möglichkeit Einwände dagegen bei der Planungsstelle einzureichen. Die Bürgerinitiative hat daran selbst ein großes Interesse.

Im Waldgebiet der Hohen Heide ist eine Fläche von 131 Hektar für einen Windpark vorgesehen, was schon in der Vergangenheit zu erheblichen Widerständen in der Bevölkerung geführt hat. Das Angebot der Bürgerinitiative ist entsprechend positiv aufgenommen worden. „Viele Bürger sind extra gekommen um mit uns Ihre Einwendung zu formulieren, aber auch die Gäste des Waldcafés haben großes Interesse gezeigt, dieses einzigartige Erholungsgebiet zu erhalten“, berichtet Jenny Khannous aus Bölzke. 29 Einwendungen waren nach Angaben von Initiativen-Sprecherin Fariba Nilchian am Ende des Nachmittags geschrieben, die meisten aus Gründen des Naturschutzes, aber auch als Protest gegen „politische Ungerechtigkeit“. „Die Vermögenden profitieren und die Allgemeinheit zahlt höhere Kosten für Ihren Strom“, so habe es ein Spaziergänger in seinem Einspruch formuliert, „wir haben die meisten Windräder in der Prignitz, tragen jedoch nur die Lasten“.

Auch die Stadt Pritzwalk stehe zur Zeit unter Druck eine stichhaltige Negativargumentation gegen den geplanten Windpark Hohe Heide zu verfassen. „Die Stadtverordneten haben bereits in 2013 ein einstimmiges Votum gegen ein solches Vorhaben gefasst, allerdings ist die Planungsgemeinschaft nicht daran gebunden und weicht bislang nicht von Plänen zu einem Windeignungsgebiet Hohe Heide ab“, fasste Nilchian noch einmal zusammen. Das Stimmungsbild sei eigentlich mit zwei Worten zusammenzufassen: „Es reicht!“, so berichten die beiden Frauen der Interessengemeinschaft Hohe Heide, Jenny Khannous und Heike Liebermann, die am Samstag viele Gespräche zum Thema Windkraft geführt hatten. Die Prignitz habe bereits genug Windräder und „die Menschen wollen wirklich aus tiefempfundener Heimat- und Naturliebe Ihre Landschaft vor weiteren Industrieansiedlungen bewahren“.

Der nächste „Einwendungstisch“ wird am Samstag, 25. Juli, wieder von 15 bis 17 Uhr vor dem Waldcafé Hohe Heide stehen. Den Vordruck für Einwendungen kann man unter faribanilchian@aol.com bei der Bürgerinitiative anfordern. Einsprüche sind bis zum 31. August 2015 möglich. Per Post an die Regionale Planungsgemeinschaft PR/ OHV, Fehrbelliner Str. 31, 16816 Neuruppin, oder als Email an stkasten@rps-po.brandenburg.

Von Bernd Atzenroth

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