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Prignitz 30 Kilogramm Bucheckern gesät
Lokales Prignitz 30 Kilogramm Bucheckern gesät
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02:18 13.04.2018
Mit großer Begeisterung setzen die Kinder auf der Lichtung immer drei, vier Bucheckern in jedes Loch. Quelle: Beate Vogel
Hoppenrade

Emsig wie die Ameisen häckseln die Kinder kleine Löcher in den Waldboden, lassen drei, vier Bucheckern hineinfallen, bedecken die Samen leicht mit Erde und treten sie vorsichtig fest. Dann geht es ein paar Schritte weiter. 30 Kilogramm Bucheckern wollen auf etwa 4500 Quadratmetern Fläche eingesetzt werden. Das sind etwa 15 000 Bucheckern. Irgendwann sollen sie als ausgewachsene Bäume die Lichtungen füllen, die der Herbststurm Xavier am 5. Oktober 2017 in den Wald gerissen hat.

Die etwa 50 Kinder und 15 Lehrkräfte der Christophorus-Förderschule, die das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) in Hoppenrade betreibt, beteiligen sich am Projekt „Wir säen Zukunft“, zu dem der Landesbetrieb Forst Brandenburg aufgerufen hat. Das CJD ist vor Ort ein Partner.

Projekt "Wir säen Zukunft" des Landesbetriebes Forst Brandenburg - Kinder der CJD-Förderschule in Hoppenrade pflanzen Bucheckern auf Lichtungen, die durch den Sturm Xavier am 5. Oktover 2017 entstanden sind. Quelle: Beate Vogel

„Xavier hat hier richtig rumgewütet“, erinnert sich Milan, der gemeinsam mit Nils Bucheckern sät. Die Stelle, an der er jetzt im Einsatz ist, kennt Milan gut: Regelmäßig spazieren die Kinder hier vorbei. „Oder wir fahren mit dem Rad.“ Nils, der wie Milan mit Spaß bei der Sache ist, erzählt, dass er auch schon Bäume gepflanzt hat.

Bodo Wichura, Revierförster im Revier Langnow, ist von dem Enthusiasmus der Schüler begeistert. Er arbeitet gern mit Kindern zusammen. Deshalb hofft er, dass dem Bereich der Waldpädagogik auch nach der Forstreform noch ausreichend Kapazitäten gewidmet werden können. „Ich werde auf jeden Fall weitermachen.“

Milan (l.) und Nils  im Projekt "Wir säen Zukunft" - Kinder der CJD-Förderschule in Hoppenrade säen im Revier Langnow Bucheckern in Lichtungen, die durch den Sturm Xavier am 5. Oktober 2017 entstanden sind. Quelle: Beate Vogel

Die Bucheckern für die Aktion „Wir säen Zukunft“ hat der Landesbetrieb kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie kommen aus dem Stadtwald Meyenburg, weiß der Förster. Bei der Arbeit werden die Kinder von Anja Grabbert, Waldpädagogin aus dem Hainholz Pritzwalk und auch Waldbesitzern angeleitet. Das Mulchen auf den Lichtungen hat die Firma Forst Service Havelland übernommen. „Die Bucheckern zu säen, ist ja nicht schwer“, sagt Wichura. Nur etwas mühselig. „Nun hoffen wir, dass das Wetter gut wird und die Samen anwachsen.“ Wenn die Kinder aus der Förderschule später hier spazieren gehen, können sie sehen, was sie geleistet haben.

„Wir haben über Nachhaltigkeit gesprochen“

Die Lehrer haben sich mit den Klassen auf den Arbeitseinsatz vorbereitet, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Heike Merten: „Wir haben über Nachhaltigkeit gesprochen und wie man die Natur unterstützen kann.“ Zwar könne der Mensch allein Naturkatastrophen wie die Herbststürme selbst nicht verhindern, aber eben langfristig etwas für die Natur tun.

„Wir säen Zukunft“ war das diesjährige Motto des Landesbetriebes beim Internationalen Tag des Waldes am 21. März. In 21 Oberförstereien werden 2,5 Millionen Bucheckern mit Schul- und Kitakindern in Brandenburgs Wäldern gesät.

Im Revier Langnow, das zur Oberförsterei Bad Wilsnack gehört, säen die Kinder der CJD-Förderschule Hoppenrade nicht nur Rotbuchen, sondern auch ein paar Roteichen und Rosskastanien. Revierförster Wichura bringt ihnen in der Pause Tee, später gibt es ein gemeinsames Mittagessen.

Von Beate Vogel

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