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3000 Kubikmeter Gülle laufen aus

Unfall in Wolfshagener Biogasanlage 3000 Kubikmeter Gülle laufen aus

Bei einer Havarie in der Biogasanlage von Wolfshagen (Prignitz) sind am Sonntagnachmittag rund 3000 Kubikmeter flüssige Gärreste ausgelaufen. Glück im Unglück: Dank eines Erdwalls ist die übel riechende Pampe nicht auf die Kreisstraße ausgelaufen.

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Quelle: Ulrich Fischer

Wolfshagen. Rund 3000 Kubikmeter Gärreste ergossen sich am Sonntag gegen 16 Uhr auf das Gelände der Biogasanlage in Wolfshagen (Gemeinde Groß Pankow). Die dickflüssige schwarze Masse konnte aus einem Nachgärbehälter ausfließen, weil der Verschluss der Notleerung gebrochen war.

Glück im Unglück: Das unmittelbar an der Kreisstraße 7018 gelegene Gelände der Firma Biogas Wolfshagen ist wannenartig von einem hohen Erdwall umgeben. So konnte nichts von der übel riechende Pampe auf die Fahrbahn laufen.

Das beim Vergären von Gülle und Mais entstehende organische Substrat wird mit Spezialtechnik der Prignitzer Firma Osters & Voß abgesaugt. Deren Gülletransporter sind seit Sonntagabend ununterbrochen im Einsatz. Wie Geschäftsführer Christof Voß der MAZ sagte, sollte das Gelände bis Montagabend so von der Hauptmasse des Schlamms befreit sein, dass die Biogasanlage wieder in Betrieb genommen werden kann. Bis der alte Zustand wiederhergestellt ist, werden nach Ansicht von Beobachtern noch ein paar Wochen vergehen.

Mit zehn bis zwölf Kubikmetern gelangte eine verhältnismäßig geringe Menge der biologisch abbaubaren Pampe über die Regenkanalisation in einen Entwässerungsgraben, der in der Nähe in die Stepenitz mündet. „Das Abfließen in den Fluss wurde jedoch auf Veranlassung der Unteren Wasserbehörde des Landkreises von Feuerwehr-Kameraden der Region und Mitarbeitern der Biogasanlage durch drei Sandbarrieren verhindert“, informierte Bernd Lindow vom Umweltamt. Eine Kontrolle des Grabens vor der Einmündung in die Stepenitz am Montagmittag habe ergeben, dass die Verunreinigung eingedämmt werden konnte. Analyseergebnisse deuteten darauf hin, dass dieser Grabenabschnitt eine normale Wasserqualität aufweist und nicht beeinträchtigt ist, so Lindow.

Die vom Gelände der Biogasanlage und aus dem Graben abgepumpten Gärreste werden landwirtschaftlich verwertet – also als natürlicher Dünger auf die Äcker gebracht.

Nach dem Absaugen der flüssigen Phase wird durch die Umweltbehörde über die weitere Verwendung oder Entsorgung der oberen verunreinigten Bodenschicht entschieden. Die Biogasanlage und die Gasaufbereitung sind noch im Probebetrieb und werden durch das Landesumweltamt überwacht.

Ulrich Fischer

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