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35 Prignitzer Projekte sind Leader-geeignet

Pritzwalk 35 Prignitzer Projekte sind Leader-geeignet

Das jüngste Projektauswahlverfahren beim Regionalmanagement ist abgeschlossen: 35 Projekte aus der gesamten Prignitz hat der Beirat für förderfähig erklärt. Der nächste Schritt der Projektträger ist jetzt ein Antrag beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung auf Fördermittel aus dem Leader-Programm.

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Das Bad Wilsnacker Rathaus soll barrierefrei werden.

Quelle: Peter Geisler

Pritzwalk. 35 Projekte aus der gesamten Prignitz hat der Beirat der Lokalen Aktionsgruppe LAG Storchenland in seiner Sitzung zum 2. Projektauswahlverfahren 2016 am 11. Juli positiv bestätigt. Die Antragsteller können nun beim Landesamt für für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) in Neuruppin die Fördermittel aus dem Leader-Programm beantragen. Das erklärte Miriam Kothe, Regionalmanagerin bei der LAG Storchenland, die ihren Sitz in Pritz­walk hat. Drei Millionen Euro stehen zur Verfügung.

Auf der Rangliste stehen – ohne die Wertigkeit zu berücksichtigen – Projekte wie die Errichtung multifunktionaler Plätze in den Pritz-walker Ortsteilen Wilmersdorf und Sadenbeck, der 7. Bauabschnitt der Wallfahrtskirche in Alt Krüssow, die Herstellung der Barrierefreiheit im Rathaus in Bad Wilsnack, die Wiederherstellung des Innenraumes in der Persiuskirche in Brügge oder auch die Sanierung der Turnhalle in Vehlow. Auch die Errichtung eines multifunktionalen Gemeinschaftshauses im Kümmernitztaler Ortsteil Grabow wurde positiv beschieden.

Der zweite Schritt ist der Fördermittelantrag

Wer es bis hierhin geschafft hat, dessen Chancen auf eine Leader-Förderung steigen: „Unser Ziel ist, die Regionalprojekte so auszuwählen, dass sie in die regionalen Entwicklungsstrategien passen“, erklärt die Regionalmanagerin. „Der zweite Schritt ist jetzt der formelle Förderantrag für die Projekte beim LELF.“ In der Regel seien die eingereichten Anträge so gut vorbereitet, dass sie „eine gewisse Umsetzungsreife“ haben, meint Miriam Kothe. Finanzierung oder grundsätzliche bauliche Fragen seien bereits im Vorfeld abgeklärt. „Da das bei den 35 Projekten der Fall ist, hoffen wir, dass der größte Teil davon auch umgesetzt wird.“

Ehrenamtlich wurde die Turnhalle in Vehlow innen renoviert

Ehrenamtlich wurde die Turnhalle in Vehlow innen renoviert

Quelle: Sandra Bels

So viele Anträge wie jetzt – es war das vierte Auswahlverfahren in der aktuellen Förderperiode – hat der Beirat noch nie bestätigt. Das liege auch daran, erklärt Mirian Kothe, dass das zur Verfügung stehende Budget gestiegen ist. Die Förderperiode begann 2014 und reicht bis 2020. „Wir hatten 2015 zwei Projektauswahlverfahren und 2016 eines im Frühjahr“, so die Regionalmanagerin. Ein fünftes soll in diesem Jahr im Herbst stattfinden.

Während der ersten beiden Ordnungstermine, in denen der Beirat über die Anträge entscheidet, standen jeweils eine Million Euro zur Verfügung. Entsprechend wurden 2015 sechs beziehungsweise zehn Projekte für die Antragstellung bestätigt. „Sowohl das Landesamt als auch das Regionalmanagement haben da erst einmal Erfahrungen gesammelt“, erklärt Miriam Kothe. So habe es auch Projekte gegeben, die später gar nicht beim LELF beantragt worden seien. „Andere haben sich dagegen entschieden, weil sie vielleicht ein besseres Förderprogramm gefunden haben oder das Projekt nicht mehr gepasst hat.“ Das Budget stieg dann auf zwei Millionen Euro, so dass im ersten Verfahren 2016 zwölf Projekte bestätigt werden konnten. Im jetzige Verfahren waren es drei Millionen Euro und 35 Projekte. Diese Summe steht für den Fördermittelanteil bereit.

Beratungsergebnis ist schon öffentlich

„Für die einzelnen Projektträger ist die Förderung immer nur ein Teil der gesamten Investitionssumme“, erklärt die Regionalmanagerin. Gefördert werden zum Beispiel Projekte von Vereinen oder Kommunen zu 75 Prozent, private Antragsteller können 45 Prozent der Investitionssumme erhalten. „Die Investitionen, die mit der Förderung ausgelöst werden, sollen natürlich die drei Millionen Euro weit übersteigen“, sagt sie.

Meyenburgs Bauamtsleiterin Uta Nebert hat über den Antrag der Gemeinde Kümmernitztal für das Multifunktionshaus in Grabow noch keine offizielle Mitteilung von der LAG erhalten. Nachzulesen ist das Beratungsergebnis aber auf der Internetseite des Vereins. „Wenn wir die offizielle Information erhalten, werden wir den Antrag stellen.“

Mit dem komplizierten Verfahren soll die Regionale Entwicklungsstrategie der LAG Storchenland umgesetzt werden: Dazu gehören etwa die Sicherung der sozialen Infrastruktur, die Stärkung der Identifikation der Bürger mit der Region oder Baustrukturen und das Kulturerben zu erhalten. Auch die Wirtschaft im ländlichen Raum soll gestärkt werden. Alle Informationen rund um Leader in der Prignitz die LAG, das Regionalmanagement und die Projektauswahlverfahren finden sich auf der Internetseite www.leader-prignitz.eu.

Von Beate Vogel

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