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Prignitz 37-Jähriger auf offener Straße tödlich verletzt
Lokales Prignitz 37-Jähriger auf offener Straße tödlich verletzt
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18:04 23.10.2017
Die Grünfläche vor den Hauseingängen in der Thomas-Müntzer-Straße blieb weiterhin über den Tag abgesperrt. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Auf einer Grünfläche in der Thomas-Müntzer-Straße in Perleberg kam es am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen Tschetschenen und Afghanen. Dabei wurde ein 37-jähriger Tschetschene mit einem Gegenstand verletzt. Näheres zur Tatwaffe konnte die Polizei noch nicht bekannt geben. Der Verletzte wurde umgehend mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo er wenig später seinen Verletzungen erlag. „Noch in der Nacht wurden erste Zeugen vernommen“, informiert Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord.

Am Montagmorgen kam es erneut zu einem großen Polizeiaufgebot in der Thomas-Müntzer-Straße: Aufgrund der bisherigen Ermittlungen der Mordkommission wurden vier Personen vorläufig festgenommen, teilten die Polizeidirektion Nord und die Staatsanwaltschaft Neuruppin mit. Das Gelände und die Hauseingänge an der besagten Grünfläche waren weiträumig abgesperrt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Neuruppin weiterhin an. Ein großer Aufwand liege hier bei den Übersetzern. „Aufgrund der Anforderung von Dolmetschern verzögern sich die Ermittlungen“, sagt Dörte Röhrs. Noch ist auch nicht bestätigt, ob die festgenommenen Tatverdächtigen sich überhaupt zu dem Vorfall äußern werden.

Auseinandersetzungen dieser Art häufen sich

Während der polizeilichen Ermittlungen machten sich am Montagmorgen viele besorgte Bürger in den sozialen Netzwerken Luft. Unter ihnen meldeten sich viele zu Wort, die die Täter während der Tat gesehen haben wollen. „Es sind mehre Zeugen vernommen worden“, führt Dörte Röhrs fort. Weitere Untersuchungen und Vernehmungen werden folgen.

Es ist nicht der erste Vorfall, der sich zwischen Tschetschenen und Afghanen in Perleberg ereignete. Immer wieder stoßen die beiden Gruppen, zum Teil gewaltsam, aufeinander. Nicht zuletzt am vergangenen Donnerstag gegen 13.10 Uhr am Busbahnhof. Dort wurde die Polizei zu einer Körperverletzung gerufen, mehreren Personen waren beteiligt. Am Bahnhof stießen die Polizisten auf zwei 14- und 18-jährige Jugendliche aus Afghanistan, die offenbar von drei Männern tschetschenischer Abstammung im Alter von 15, 18 und 42 Jahren geschlagen worden waren.

Die Jugendlichen wurden verletzt und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Zuvor bereits soll der 14-jährige Afghane von dem 18-jährigen Tschetschenen geschlagen worden sein. Beide besuchen dieselbe Schule in Perleberg. Der 18-Jährige ist dort bereits am Mittwoch in der vergangenen Woche auffällig geworden. Er soll einen Mitschüler geschlagen haben.

Einen Zusammenhang beider Taten konnte die Polizeidirektion nicht bestätigen, aber auch nicht wiederlegen. Sicher ist, dass es in letzter Zeit zu einer Häufung solcher Ereignisse kam und nun die Untersuchungen Licht ins Dunkle bringen sollen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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