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4500 Verkehrsverstöße in der Prignitz

Deutlich weniger Verkehrsunfälle, aber mehr rechtsradikale Veranstaltungen 4500 Verkehrsverstöße in der Prignitz

"Die Prignitz ist sicher" so das Credo einer Polizeibilanz in der Region. Mehr als die Hälfe der Delikte sind in der Vergangenheit in der Prignitz aufgeklärt worden. Knapp 6500 hatte es gegeben. Gute Nachrichten gibt es auch von den Straßen, denn dort ging die Anzahl der Verkehrsunfälle zurück. Zugenommen haben indes rechtsradikale Veranstaltungen.

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Quelle: dpa

Perleberg. Junge Fahrer verursachen in der Prignitz deutlich weniger Unfälle als noch vor einigen Jahren. Peter Schröder, der Leiter der Polizei-Inspektion Prignitz, führt diesen Trend auf den Führerschein mit 17 zurück. Die Jugendlichen, die zunächst in Begleitung Erwachsener fahren, nehmen offenbar von Beginn an einen sicheren Fahrstil an.

In der Perleberger Stadtverordnetenversammlung gaben der Leiter der Polizei-Inspektion sowie Polizeihauptkommissarin Carola Schultz einen Überblick über Entwicklungen im Kriminalitäts- sowie Verkehrsunfallgeschehen für die Prignitz und speziell für die Rolandstadt.

"Die Prignitz ist sicher." Mit diesen Worten auf der jüngsten Sicherheitskonferenz in Wittenberge zitierte Peter Schröder Landrat Torsten Uhe. Mit 6423 Delikten nahm die Polizei-Inspektion 2014 etwas mehr Fälle auf als 2013. Über die Jahre gesehen sei von einem etwa gleichbleibenden Kriminalitätsgeschehen auszugehen, sagte Peter Schröder. "Bei der Aufklärungsrate liegt die Prignitz auf dem vierten Platz im Land." Sie betrug 55,3 Prozent der Fälle.

Rechtsradikale gehen vermehrt auf die Straße

Zugenommen haben die Anmeldungen rechtsradikaler Veranstaltungen, die die Polizei abzusichern hat. Bei der größten derartigen Veranstaltung am 5.April 2014 in Wittenberge waren 1000 Beamte im Einsatz. Der Abgeordnete Klaus Herpich (Linke) schlug vor, den Organisatoren künftig für jeden eingesetzten Beamten 1000 Euro in Rechnung zu stellen. Vielleicht würden solche Veranstaltungen dann weniger werden. Obwohl Peter Schröder nichts dagegen einzuwenden hatte, meinte er, rechtlich sei das Recht auf Versammlungsfreiheit garantiert. Da müssten schon Bundesgesetze geändert werden.

Hans-Peter Freimark (parteilos) erfuhr auf Nachfrage, dass es im Vorjahr 85 politisch motivierte Straftaten in der Prignitz gab. Bei den Gewaltdelikten gingen neun auf das Konto linker Gruppen und zwei auf das rechter Gruppen. Bei Schmierereien und Propagandadelikten kamen diese meistens aus dem rechten Lager.

14 Tote auf den Straßen der Prignitz

Bei den 14 Verkehrstoten war in acht Fällen überhöhte Geschwindigkeit die Ursache. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging insgesamt leicht zurück auf 2588. Die Prignitzer Polizei ahndete eine hohe Zahl an Verstößen: Insgesamt seien es 4500 Ahndungen gewesen, berichtete der Leiter der Polizei-Inspektion.

In Perleberg gab es einen leichten Anstieg bei den Verkehrsunfällen, allerdings waren es deutlich weniger als im Spitzenjahr 2010. Ein Problem seien die verletzten Radfahrer, auch wenn deren Zahl von 18 (2013) auf 14 im Vorjahr sank. Alkohol spielte dabei aber keine Rolle.

Bei der Kriminalität liegt Perleberg weiter zwischen Wittenberge mit den meisten Delikten und Pritzwalk mit den wenigsten unter den drei großen Prignitz-Städten. Von den 1200 Fällen konnten immerhin 58,4 Prozent aufgeklärt werden, berichtete Carola Schultz. Deutliche Steigerungen gab es in den Ortsteilen Düpow und Quitzow. Dabei handelte es sich überwiegend um Diebstähle und Verkehrsstraftaten.

Der Abgeordnete Jan Domres (Linke) sprach sich für verstärkte Kontrollen in der Innenstadt aus, etwa Geschwindigkeitskontrollen in der Pritzwalker Straße.

Von Michael Beeskow

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