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50 Mitarbeiter in Glöwener Landtechnikfirma

Landrat bei Betriebsbesichtigung 50 Mitarbeiter in Glöwener Landtechnikfirma

Die Glöwener Firma Metallbau und Landtechnik (Mela) arbeitet seit 25 Jahren im Dienst der Landwirtschaft. Von Komponenten für Ställe über Rasenmäher und Traktorenreparatur bis hin zu kompletten Melkrobotern reicht das Spektrum. Landrat Torsten Uhe zeigte sich bei seinem Besuch am Dienstag beeindruckt. Knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt der Betrieb.

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Moderne Technik bei der Firma Mela in Aktion: Landrat Torsten Uhe besichtigte die Produktion von Stallanlagen (oberes Bild), von Zulieferungen für Frankieranlagen (unten links) und das Milch-Taxi.

Quelle: Foto: Andreas König

Glöwen. Moderne Laserschneidanlagen. CNC-Abkantpressen und -Fräsen: Es ist erstaunlich, mit welch einem Maschinenpark am südlichen Ortsausgang von Glöwen gearbeitet wird. Das weitläufige Betriebsgelände gehört der Firma Metallbau- und Landtechnik Glöwen, kurz Mela. Die Firma war am Dienstag das Ziel der 48. Betriebsbesichtigung des Landkreises Prignitz und seiner Wirtschaftsförderer. Landrat Torsten Uhe hatte die Tradition schon ins Leben gerufen, als er noch Beigeordneter war.

Das Unternehmen ist breit aufgestellt

Die Firma Mela ist ihm schon das ein oder andere Mal bei Landwirtschaftsmessen und Tierschauen begegnet. „Aber mir war nicht bewusst, dass sie hier eine richtig bedeutende Produktion haben“, gab der höchste politische Beamte der Prignitz unumwunden zu.

Das Milchtaxi

Das Milchtaxi.

Quelle: Andreas König

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, die verschiedenen Geschäftsfelder der Mela von außen einzuordnen. „Da ist zum einen der Bereich Kommunaltechnik“, erklärt Geschäftsführer Hans-Detlef Jung. Dabei handelt es sich um Rasenmäher, Traktoren und andere motorisierte Gartengeräte. Weitaus größer, wenn auch derzeit nicht so gefragt, ist der Hallenbau. Stallungen, aber auch Produktionsgebäude entstehen mithilfe der Mela-Mitarbeiter aus Glöwen.

Firma versucht ständig neue Trends aufzugreifen

Die Hallen mit der höchsten Dichte moderner Technik dienen der Neuproduktion von Bauteilen für Geflügel-, Schweine- und Rinderställen. Aber auch für den Frankiermaschinenhersteller Frankotyp-Postalia in Wittenberge oder den im benachbarten Havelberg ansässigen Fahrzeug- und Maschinenbau werden Aufträge übernommen. Fünf Millionen Euro hat die Firma seit 1991 am Standort investiert. So entstand aus dem einstigen Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) ein leistungsfähiges mittelständisches Unternehmen mit gegenwärtig knapp 50 Mitarbeitern. Neue Trends versucht die Firma aufzugreifen und trotz der naturgegebenen Skepsis vieler Landwirte vor allzu schnellen Neuerungen ins Programm zu nehmen. Das Milch-Taxi, der Futterschieber, oder ein kompletter Melkroboter sind solche Neuerungen, die vor allem dem Tierwohl in der Milchviehhaltung dienen. Ersteres versorgt Kälber mit frischer, pasteurisierter Milch, das zweite Gerät schiebt das Futter, das die Tiere sonst von sich wegdrücken wieder zurück an die Futterplätze.

Hier werden Zulieferungen für Frankieranlagen produziert

Hier werden Zulieferungen für Frankieranlagen produziert.

Quelle: Andreas König

An einer der komplizierten Abkantmaschinen steht Robert Keßler aus Motrich. Der 21-Jährige ist froh, nach seiner Ausbildung in Glöwen Arbeit gefunden zu haben. „Wir hätten ja am liebsten, dass er herzieht“, sagt Hans-Detlef Jung. „Vielleicht müssten wir mehr Mädchen ausbilden“, scherzt Marco Kuhrt vom Verkauf. Aber der junge Mann sagt nur trocken: „Mädchen haben wir zu Hause auch.“

Unternehmen möchte wieder ausbilden

Doch der Mangel an Berufsnachwuchs treibt auch die Glöwener Traditionsfirma um. „Vor Jahren haben wir noch Mitarbeiter ausgebildet“, sagt der Chef. „Doch was nutzt es, wenn andere Firmen uns die Mitarbeiter abwerben?“ Daher wolle man künftig nur noch junge Leute ausbilden, die aus der Region stammen. „Alles andere hat ja doch keinen Sinn“, sagt Jung. Landrat Torsten Uhe rät ihm, sein Unternehmen dennoch in der geplanten neuen Ausbildungsbroschüre des Landkreises vorstellen zu lassen.

Der ruinöse Milchpreis drückt derzeit allen in der und für die Landwirtschaft Tätigen aufs Gemüt. „Noch merken wir die Auswirkungen nicht so stark, aber wer weiß, was noch kommt“, sagt Hans-Detlef Jung.

Von Andreas König

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