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Prignitz 53. Vereinsschau der Kleintierzüchter
Lokales Prignitz 53. Vereinsschau der Kleintierzüchter
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00:39 08.11.2017
Helmut Sperling (2. v. l.) mit einem Kaninchen „Deutsche Widder“ begrüßt die Familie Settmacher und Sannemann als Stammgäste. Quelle: Christamaria Ruch
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Blumenthal

Sechs Kaninchen, vier Tauben und ein Huhn holten am Wochenende in Blumenthal die Höchstnote „Vorzüglich.“ Bei der 53. Vereinsschau erzielten die Mitglieder vom Kleintierzuchtverein „D731“ Blumenthal einen Rekord. Denn 44 Aussteller mit 635 Tieren stellten sich dem Urteil der Jury.

Bestnote: „Luchstaube weißschwingig gelb.weißgeschuppt“. Eigentümer ist Nick Krenz aus Halenbeck. Quelle: Christamaria Ruch

„Wir sind sehr zufrieden mit der Besucherresonanz“, sagte Vereinsvorsitzender Helmut Sperling am Sonnabend. Auf zwei Etagen des Vereinsheimes gurrten, gackerten und schnatterten die Kleintiere. Auch Melanie Settmacher und Lebensgefährte Marcel Sonnemann mit ihren beiden Kindern Josephine und Charlotte gehören zum Stammpublikum. „Mein Vater stellt Kaninchen der Rasse „Deutsche Widder“ aus. Ein Besuch gehört für uns jedes Jahr einfach dazu“, sagte Melanie Settmacher. Erstmals standen Japanische Zwergwachteln in den Käfigen – Züchterin Susanne Struck holte dafür einen Ehren- sowie Zuschlagspreis. Die „Luchstaube weißschwingig gelb-weißgeschuppt“ von Nick Krenz aus Halenbeck (Prignitz) und die „Altenburger Trommeltaube“ von Vereinsmitglied Ingo Kadasch zählten ebenfalls zu den besten Tieren mit dieser Höchstnote.

Hans Schingen bewertet seit 1970 Tauben

Bereits am Freitag bewerteten acht Preisrichter alle Tiere: Der Klapptisch steht vor dem Käfig mit der Taube Nr. 418. Hans Schingen greift routiniert hinein und betrachtet dann ein Exemplar der „Deutsche Nönnchen silber“ von allen Seiten. „Klein, süß und puppig“, sagt der Preisrichter und gerät ins Schwärmen. „Die Taube befindet sich in einem sehr guten Pflegezustand.“ Auch der farbige Kopf, Flügel und Schwanz überzeugen den 70-Jährigen aus Groß Laasch (Mecklenburg-Vorpommern). Am Ende erhält die Taube 96 Punkte und das zweithöchste Urteil „hervorragend.“ Der Farbschlag Silber existiert seit zehn Jahren bei den „Nönnchen.“

Quelle: Christamaria Ruch

Seit 1979 bewertet Hans Schingen Tauben und züchtet bereits seit 1960 diese gefiederten Tiere. Mittlerweile schlägt sein Züchterherz für Kropftauben der Rasse „Französische Kröpfer.“ Diese Rasse fehlt allerdings in Blumenthal. Zum dritten Mal bewertet er dort nun Tauben. Bis maximal 80 Tiere darf ein Preisrichter auf einer Schau unter die Lupe nehmen. „Drei bis vier Minuten dauert das im Schnitt pro Tier“, so Hans Schingen. „Selten passiert es, dass Tiere mit großem Mangel ausgestellt werden“, sagt der pensionierte Tierarzt. Einige Tauben erhielten nun das Urteil „O“, das bedeutet ohne Bewertung. Damit sind mangelhafte äußere Umstände, wie etwa vernachlässigte Pflege der Tiere gemeint. „Schlimmer wäre es, wenn ein „U“ vergeben wird, denn das heißt unbefriedigend und weist auf ein miserables Tier hin“, klärt Hans Schingen auf.

Erstmals dabei: Japanische Zwergwachtel. Quelle: Christamaria Ruch

Erst beim Blick in den Ausstellungskatalog tritt jeder Züchter aus der Anonymität heraus. „Hier gibt es eine große Vielfalt an Farben, Formen und Rassen“, fasst Schingen zusammen. Als Preisrichter gehört er zu einer großen Gemeinschaft: „Anfangs packt einen die Begeisterung und dann kommt man nicht mehr davon los.“ Während Hans Schingen wenig später seinen Klapptisch zusammenfaltet und die Treppe im Vereinshaus hinunter geht, verteilt Preisrichter Manfred Schröter noch Noten. Auch er ist aus Mecklenburg-Vorpommern und zum zweiten Mal in Blumenthal mit von der Partie.

Dank dieses Kennerblicks und der Kenntnis der Kriterien konnten dann alle Besucher sehen, welche Noten jedes Tier erhalten hat.

Von Christamaria Ruch

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