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Prignitz 60 Jahre Wohnen mit „Vereinter Kraft“
Lokales Prignitz 60 Jahre Wohnen mit „Vereinter Kraft“
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19:09 28.09.2017
Zum 60. Geburtstag gab es eine eigens angefertigte Torte für die Mitglieder der „Vereinten Kraft“, Heike Michael schnitt sie auf. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Dass der Mensch zunächst essen, trinken und wohnen muss, ist eine Binsenweisheit. Für die Arbeiter Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) Pritzwalk schlug aus diesem Grund vor 60 Jahren die Gründungsstunde. An die schwere Anfänge erinnerte Heike Michael, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsbaugenossenschaft „Vereinte Kraft“, am Donnerstag bei einer Feier anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Genossenschaft. Im Pritzwalker Kulturhaus waren rund 160 Mitglieder und Mieter der Genossenschaft zusammengekommen, um das Ereignis zu würdigen.

„Das Plumpsklo war damals Standard“

„Wie war damals – vor 60 Jahren – die Wohnungssituation in Pritz­walk?“, fragte Heike Michael in den Saal, um die Frage selbst zu beantworten: „Sie war katastrophal.“ Die Zahl der Wohnungssuchenden stieg immer weiter, und diejenigen, die eine Wohnung bekommen hatten, lebten oft unter äußerst beengten Verhältnissen. „Von den sanitären Bedingungen damals wollen wir erst gar nicht reden, das Plumpsklo war Standard“, erinnerte Heike Michael sich unter dem zustimmenden Gemurmel der Festgäste.

31 Mitarbeiter von Pritzwalker Betrieben gründeten AWG

Auf der Suche nach Lösungen erließ die DDR-Regierung im Dezember 1953 die „Verordnung über die weitere Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter und die Rechte der Gewerkschaften“. In der Vorschrift mit dem umständlichen Namen waren die Bedingungen für die neue AWG formuliert. 31 Mitarbeiter der verschiedensten Betriebe der Stadt Pritz­walk gründeten am 3. Oktober 1957 die Genossenschaft. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten auch Gerhard Kenzler und Anneliese Schulz, die mit großem Applaus geehrt wurden.

„Vereinte Kraft“ hat 6262 Wohnungen im Bestand

Noch heute ist die „Vereinte Kraft“ vor allem dem Wohl ihrer Mitglieder verpflichtet. Die Genossenschaft verfügt über 626 Wohnungen in Pritzwalk, Meyenburg und Putlitz. Bemerkenswert ist die Treue vieler Mieter. So wohnen in den 300 Wohnungen Am Ring in Pritzwalk noch heute 36 Mieter seit dem Erstbezug im Jahr 1978. Noch länger leben die Bewohner der Jahnstraße 12 in ihren Quartieren. 2018 werden es 55 Jahre.

Neue Versorgungsstränge für Wasser und Elektrizität geplant

Die Genossenschaft hat sich längst auf die veränderten Verhältnisse eingestellt. Nach der ersten Modernisierungswelle sollen demnächst die Versorgungsstränge für Warm- und Kaltwasser sowie der Elektroenergie erneuert werden. Schnelles Internet gehört in den genossenschaftlichen Wohnungen zum Standard, und auch dem Thema Barrierefreiheit widmet sich die „Vereinte Kraft“ verstärkt.

Noch hält sich der Leerstand in Grenzen

Noch hält sich der Leerstand mit 6 Prozent in Grenzen, „aber mittelfristig werden wir nicht umhin kommen einen Block am Meyenburger Tor zurückzubauen“, sagt Heike Michael. 60 Wohnungen würden auf diese Weise vom Markt genommen. Doch die Mitglieder der Genossenschaft blicken optimistisch in die Zukunft, Sie haben „die Planwirtschaft überstanden, die Wende und die darauf folgende Privatisierungswelle überlebt“, wie es die Vorsitzende formuliert. Die Genossenschaft will vor allem ihren Bestand erhalten. Von Gewerbeimmobilien lässt sie traditionell die Finger. Als etabliertes Wohnungsunternehmen will sie auf dem freien Markt bestehen.

Von Andreas König

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