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7 Jahrhunderte lang hart gearbeitet

Tüchen 7 Jahrhunderte lang hart gearbeitet

Tüchen feierte mit großer Beteiligung des Nachbardorfes Reckenthin am Sonnabend sein 700-Jähriges Bestehen. Nach einem Festgottesdienst berichtete ein Heimatforscher aus der Geschichte des Dorfes, in dem die Bauern vor nicht mal 200 Jahren noch als Leibeigene lebten und hart arbeiten mussten.

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Der Ortsvorsteher Peter Schröder zog das Tüchlein vom Tüchener Gedenkstein. Danach gab es Erbsensuppe zum Aufwärmen.

Quelle: Britta Scharf

Tüchen. Auf 700 Jahre Dorfleben blickte der kleine Ort Tüchen am Sonnabend zurück.

Wilfried Vierjahn, dessen Neffe Peter Schröder Ortsvorsteher von Tüchen und Reckenthin ist, hatte zur Geschichte des Dorfes recherchiert und die erste urkundliche Erwähnung herausgearbeitet.

Der runde Geburtstag war der Anlass für ein schönes Fest, das mit einem Gottesdienst begann.

Um 11.30 Uhr versammelte sich dann eine ansehnliche Runde unter der Friedenseiche, um der Enthüllung des Gedenksteins mit neuer Inschrift beizuwohnen. Interessiert hörten die Tüchener dem Rückblick Wilfried Vierjahns auf die Geschichte ihres Dorfes zu. Dieser machte zum Beispiel bewusst, dass erst 1820 die Bauern aus der Leibeigenschaft befreit wurden.

13 Jahre zuvor war es ihnen versprochen worden, aber so lange hatte es gedauert bis alle Felder ausgemessen, Bodenwerte bestimmt und jedem ein zufriedenstellendes Stück Land zugewiesen werden konnten. „Die Tüchener hatten ein arbeitsames, hartes Leben“ ist Vierjahns Fazit. Schließlich enthüllten Onkel und Neffe den Gedenkstein, der damit zum wiederholten Male seine Bestimmung wechselte und nun auf das Jubiläum hinweist. Freude gab es nicht nur bei Tüchenern. Auch Reckenthiner beteiligten sich aktiv an den festlichen Vorbereitungen und unterstrichen die Zusammengehörigkeit mit dem Bau der Strohpuppen und schließlich mit einem kleinen Geschenk für Peter Schröder, der nun ein „Tüchen“-T-Shirt besitzt. Fröhlich ging man zusammen zu den beiden über dem Feuer hängenden Kesseln, aus denen gratis Erbsensuppe ausgeteilt wurde. Der Nachmittag wurde auch für Kinder bunt, der Wahrberge-Verein und die Jägerschaft hatten Rätsel, zu bemalende Tonfiguren und Holzarbeiten mitgebracht.

Von Britta Scharf

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