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Prignitz 7. Heidelbeerfest mit viel Publikum
Lokales Prignitz 7. Heidelbeerfest mit viel Publikum
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00:17 03.08.2016
Die blauen Früchte wanderten auch bei Reingard und Hannes Häcker in den Eimer. Quelle: Christamaria Ruch
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Pritzwalk

Die dicken Beeren hängen prall und reif an den Sträuchern. Die Pflücker brauchen nur die Arme ausstrecken, schon füllen sich Eimer oder Korb. Und im Hintergrund schallt Musik über die Plantage – angenehmer kann ein Nachmittag bei der Ernte gar nicht sein.

Das 7. Pritzwalker Heidelbeerfest stand am Wochenende unter dem Motto „Blaues Blut – Blaue Kunst – Blaue Beeren“. Einmal mehr erwies sich die zweitägige Veranstaltung vor den Toren der Dömnitzstadt als Publikumsmagnet. Immer mehr Besucher strömten zur Heidelbeerplantage vom Anbauunternehmen Art-Attack an der Bundesstraße 103. Gemeinsam mit dem Verband Pro Agro stellte das Unternehmen ein kurzweiliges Programm auf die Beine.

Fans vom Fest: Gretel Schulz (l.) und Anita Freund. Quelle: Christamaria Ruch

Reingard und Hannes Häcker aus Pritzwalk tummelten sich an mehreren Schauplätzen. „Ich war vorhin noch mit den Line Dancern auf der Bühne“, verriet Reingard Häcker. Da stand sie gerade in der Plantage und sammelte blaue Beeren. „Privat sind wir regelmäßig hier und nehmen auch Besuch mit. Alle, die nicht wollen, dürfen dann hier mit uns pflücken“, sagte sie. „Leider können wir gar nicht viel mitnehmen, denn in unserem Garten ernten wir auch viel“, sagte Hannes Häcker.

Die Besucher zeigten sich von der Größe und dem Geschmack der Blaubeeren angetan. Insgesamt reifen auf neun Hektar Fläche die Beeren in fünf Sorten. Nun steht die Sorte Bluecrop bereit. Sie erwies sich bereits am Wochenende als begehrt. „In diesem Jahr sind die Früchte sehr groß und schmecken süßer als letztes Jahr“, sagte Anita Freund aus Schönwalde-Glien (Havelland). Sie reiste mit ihrem Lebensgefährten Lutz Neumeier und dem elfjährigen Enkel Leon nach Pritzwalk. Dabei besuchten sie ihre Schwester Gretel Schulz und gemeinsam das Heidelbeerfest. „Wir haben zu viert in einer Stunde 20 Kilogramm gepflückt“, sagte Freund. Alle Früchte landen dann bei ihr als Marmelade im Glas.

Eine flotte Sohle zeigten die Line Dancer aus Pritzwalk, Quelle: Christamaria Ruch

Lutz Neumeier stieg anschließend gegenüber der Plantage in ein Segelflugzeug. Vom Sommersberg hob er für eine Viertelstunde ab: „Das war ein topp Rundflug und eine optimale Thermik und Aussicht.“ Derweil setzte sich Klaus Jüchert aus Perleberg hinters Lenkrad seines Autokrans und hob auf dem Festplatz immer wieder eine Alpengondel mit bis zu vier Gästen 40 Meter in die Höhe.

Die Erntekönigin aus Kremmen war zu Gast

Auch eine blaublütige Hoheit mischte sich am Sonnabend unters Volk. Beata Wardzinska ist die neue Erntekönigin aus Kremmen. „Ich winke nicht nur aus meiner ­Kutsche, sondern habe einen vollen Terminkalender zum Repräsentieren und Werben für Kremmen“, sagte sie. An den mehr als 20 Ständen und auf der Bühne wartete ein Ausflug in Kunst und kulinarische Genüsse. Kräuterfee Barbara ­Sommerfeld oder Imkerin Marion Noack boten ihre Waren feil. „Besonders gut geht das Hanföl“, so Sommerfeld. Thorsten Noack am Imkerstand bedauerte: „Die Leute kaufen viel weniger als im letzten Jahr, sondern interessieren sich viel mehr für das Kulturprogramm.“

Schlagersängerin Ella Endlich oder der Meyenburger Carneval Club sangen und tanzten vor viel Publikum. Helga Berger von der Touristinformation aus Wittstock schlug zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie informierte die Besucher über Veranstaltungen und ergatterte zugleich mit dem Modell „Kreissäge“ einen besonders schicken Strohhut.

Von Christamaria Ruch

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