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Prignitz 71 Bäume sollen hinter Schmarsow fallen
Lokales Prignitz 71 Bäume sollen hinter Schmarsow fallen
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00:41 17.09.2015
Die K 7023 soll auf 5,50 Meter verbreitert werden. Detlef Schumann kritisiert das.. Quelle: Beate Vogel
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Schmarsow

Idyllisch liegt die schmale Kreisstraße 7023 zwischen Schmarsow und dem Ortseingang von Putlitz. Links und rechts säumen alte Birken und Robinien das schmale Asphaltband. Der Anblick könnte bald der Vergangenheit angehören: Der Kreis plant, die Verbindungsstraße im kommenden Jahr auszubauen. „Und dem sollen 71 Bäume zum Opfer fallen“, sagt Detlef Schumann. Er hat vom Büro der anerkannten Naturschutzverbände von dem geplanten Projekt erfahren, für das er im Falle solcher Baumaßnahmen in der Region vor Ort die Sachlage aufnimmt: „Die Straße soll auf 5,50 Meter ausgebaut werden.“ Der jetzige unbefestigte Randstreifen, auf den die Fahrzeuge im Begegnungsverkehr ausweichen können, wäre dann Teil der Straße, links und rechts sei laut Schumann ein ein Meter breites, befestigtes Bankett vorgesehen. Diese Versiegelung würden die Wurzeln der Bäume nicht ohne Schäden überstehen.

Schumann hat festgestellt, dass der Ortolan hier vorkommt. Vor allem wegen der fortschreitenden Biotopzerstörung ist der Bestand des auch Gartenammer genannten Singvogels gefährdet. Immerhin liegt die Kreisstraße im Landschaftsschutzgebiet „Agrarlandschaft Prignitz-Stepenitz“. Als Schutzziele wurde bei der Ausweisung 2008 unter anderem die „Erhaltung und Wiederherstellung von landschaftstypischen Alleen“ festgelegt. In der Einschätzung, die im Vorfeld der Baumaßnahme vorgenommen wird, steht laut Schumann, „dass die Bäume stark geschädigt sind und ihr Lebensalter erreicht haben“.

Schumann kann vor allem die Größenordnung des Projektes nicht nachvollziehen: „Hier sind zwei Autos pro Stunde zu erwarten.“ Er weiß inzwischen, dass die Verbreiterung der Straße eng mit dem Verkehr der Biogasanlage zusammenhängt. „Die Verhältnismäßigkeit soll gewahrt werden“, fordert er. Ansonsten fragt Schumann sich, warum nicht zuerst der Abschnitt zwischen Mertensdorf und Schmarsow saniert wird: „Der ist viel schlimmer.“

Eineinhalb Kilometer lang ist die Strecke, die 2016 ausgebaut werden soll, erläutert Michael Becker, Leiter der Kreisstraßenmeisterei. Er bestätigt, dass vor allem die Fahrzeuge für die Biogasanlage die Straße nutzen. „Theoretisch sollte die Fahrbahn schon komplett saniert werden.“ Leider seien die Fördermittelsätze heruntergesetzt worden, so dass sich der Ausbau verlangsamt hat. Das Teilstück zwischen Putlitz und Schmarsow setze nun direkt am ersten Bauabschnitt an, erklärt Becker, es sollen zusammenhängende Abschnitte gebaut werden: „Für 2018 steht das Stück von Schmarsow nach Mertensdorf im Plan.“

Dass die Straße auf 5,50 Meter verbreitert wird, hänge mit dem Regelwerk zum Ausbau von Landesstraßen zusammen – es ist die Untergrenze für die Straßenbreite zwischen Ortschaften. „Das ist eine Anpassung an europäische Normen.“ Leider lasse es sich dann nicht vermeiden, die 71 Bäume zu fällen. Die Ausgleichsmaßnahmen sollen laut Becker aber möglichst vor Ort umgesetzt werden.

Die Straßenplanung ist jetzt abgeschlossen, der Kreis wartet nun auf die Zustimmung des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. „Im Haushaltsplan für 2016 ist die Maßnahme eingearbeitet, die Finanzierung steht also, wenn dieser beschlossen wird“, so Becker.

Von Beate Vogel

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