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72 Bäume werden gefällt

Straßenbau in Perleberg 72 Bäume werden gefällt

Der Ausbau der Wittenberger Straße in Perleberg wird in diesem Jahr fortgeführt. Zunächst sollen alle 72 Straßenbäume bis zum 29. Februar gefällt werden. Der Stadtentwicklungsausschuss gab dazu am Dienstag seine Zustimmung. Hingegen drängten sie auf den Erhalt des Fußgängerüberweges, der durch eine Querungshilfe ersetzt werden soll.

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Insgesamt 72 Bäume werden in der Wittenberger Straße und am Grahlplatz bis zum 29. Februar gefällt.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Bis zum 29. Februar sollen in der Wittenberger Straße und am Grahlplatz in Perleberg die alten Straßenbäume gefällt werden. Wie Bauamtsleiter Hagen Boddin im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag berichtete, wird in diesem Jahr der Ausbau der Wittenberger Straße fortgeführt. Nachdem der Abschnitt zwischen Koloniestraße und Marienplatz saniert ist, soll jetzt vom Marienplatz bis zur Feldstraße weiter gebaut werden.

Zum Bauvorhaben

Mit dem zweiten Ausbauabschnitt in der Wittenberger Straße soll in diesem Jahr begonnen werden: Länge 240 Meter, Kosten 1,072 Millionen Euro.

Die Fahrbahn wird von 9,50 Meter auf 5,50 Meter plus Regenentwässerung verengt, die Schlackesteine durch Asphalt ersetzt.

Die zwei Meter breiten Gehwege werden wie im ersten Bauabschnitt am Marienplatz gestaltet. Fahrradwege werden nicht angelegt. Radfahrern steht es aber frei, Straße oder Gehweg zu nutzen.

Entlang des Grahlplatzes werden beide Einbahnstraßen neu gepflastert: 150 000 Euro für die südliche sowie 270 000 Euro für die nördliche. Ein neuer Regenwasserkanal führt von der Grahl- bis zur Wittenberger Straße. Die Gesamtkosten: 1,7 Millionen Euro.

„Die Vorplanung ist beschlossen“, sagte der Bauamtsleiter. „Nun muss noch ein Beschluss zur Entwurfsplanung gefasst werden.“ Dabei ging es ihm vor allem um ein Votum des Ausschusses zu den beabsichtigten Baumfällungen. Eine Baumreihe entlang des Grahlplatzes, die eigentlich stehen bleiben sollte, soll nun doch gefällt werden. Die Ausschussmitglieder hatten jedenfalls nichts einzuwenden. Wenn schon alle alten Linden fallen, würde es nicht ins Bild passen, wenn eine Baumreihe stehen bliebe. Jetzt sollen alle alten Bäumen beidseitig der Wittenberger Straße gefällt werden – es sind insgesamt 54. An den beiden Einbahnstraßen entlang des Grahlplatzes werden acht beziehungsweise zehn Linden weggenommen. Insgesamt sind es 72 alte Bäume, die zu fällen sind. Nach der Straßensanierung werden in der Wittenberger Straße 49 junge Bäume gepflanzt, auf beiden Seiten des Grahlplatzes sechs beziehungsweise sieben. Das ergibt insgesamt 62 Neupflanzungen. Entlang des Grahlplatzes sollen die Fahrzeuge in Schrägstellung stehen. Entlang der Häuser ist Längsparken vorgesehen. Das Parken soll übersichtlicher werden. Zwischen den Bäumen am Grahlplatz gibt es drei Plätze mehr. Die Fällung der Bäume wurde auch damit begründet, dass Bauarbeiten sonst kaum möglich wären. Insgesamt wird mit 89 Plätzen in der Wittenberger Straße und am Grahlplatz reichlich Parkraum geschaffen.

Für Diskussion sorgte im Ausschuss die beabsichtigte Entfernung des Fußgängerüberweges unweit des Bäckers. Dafür soll eine Querungshilfe in der Mitte der neuen Fahrbahn entstehen. Planer Olaf Schlünzen bezeichnete dies als die sicherste Variante: „Die Fußgänger müssten immer nur nach einer Seite sehen.“ Der Bauamtsleiter zweifelte an, dass ein Fußgängerüberweg in einer Tempo-30-Zone genehmigt werden kann. Michael Hoheisel (Linke) meinte, Tempo 30 werde wohl kaum eingehalten. „Der Fußgängerüberweg muss bleiben. Kinder und Alte müssen eine Chance haben, über die Straße zu kommen.“ Hans-Peter Steinke (CDU) äußerte: „Der Fußgängerweg ist an dieser Stelle etabliert, alle sind an ihn gewöhnt.“ Der Überweg wird von sehr vielen Schulkindern genutzt, die am Grahlplatz jeden Morgen aus dem Schulbus steigen.

Die Ausschussmitglieder drängten auf den Erhalt des Fußgängerüberweges. Der Bauamtsleiter sagte zu, bei der Verkehrsbehörde des Landkreises einen Antrag für die Genehmigung des Fußgängerüberweges zu stellen.

Bevor der Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung fällt, wird am 28. Januar der Hauptausschuss noch beraten.

Von Michael Beeskow

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