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725-Jahr-Feier am 24. September

Krumbeck 725-Jahr-Feier am 24. September

Erstmals wurde Krumbeck (Ortsteil der Stadt Putlitz) 1291 in einer Chronik erwähnt. Das nun anstehende Ortsjubiläum wird am 24. September begangen. Viele ehemalige Einwohner werden erwartet und in einer Gesprächsrunde sollen Erinnerungen wieder aufleben. Zu erzählen gibt es wie immer reichlich.

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Vor der Baracke: Mitglieder des Ortsvereins „Krumbecker Freuden“.

Quelle: Michael Beeskow

Krumbeck. Mit 63 Einwohnern ist Krumbeck zwar einer der kleinsten Orte im Amt Putlitz-Berge, mit 725 Jahren jedoch auch einer der ältesten. Das Gutsdorf, das 1291 erstmals urkundlich erwähnt wurde, hat ganz verschiedene Herren gesehen: die Edlen Herren Gans zu Putlitz, das Kloster Marienfließ und auch der einstige Perleberger Bürgermeister Matthias Hasse, dessen Familienbild heute im Eingang des Stadt- und Regionalmuseum prangt, hatte für einige Jahre den Ort in seinem Besitz. Vom alten Gutsbetrieb – zudem womöglich sogar ein Schloss gehörte – sind heute nur noch die Reste einer alten Feldsteinscheune am Weg nach Nettelbeck erhalten. Längst spielt sich das Dorfleben auf der anderen, der linken Straßenseite ab von Putlitz nach Suckow gesehen.

Zeitzeugengespräch mit einstigen Krumbeckern

Das Ortsjubiläum soll nun am 24. September feierlich begangen werden. Dazu sind die Vorbereitungen im Gange und wie immer laufen die Fäden im Verein Krumbecker Freuden zusammen. Die Lehrerin Rita Henkel, in Krumbeck geboren, aber schon lange nicht mehr hier ansässig, und der Schriftsteller Jürgen Rennert, der vor zwei Jahren mit seiner Frau Johanna nach Krumbeck umsiedelte, arbeiten die Ortsgeschichte auf. Sie wollen eine aktualisierte Chronik vorlegen. Am Festag, 24. September, wird diese aber nicht einfach verlesen. Jürgen Rennert will ein Zeitzeugengespräch mit einstigen Krumbeckern führen. Zugesagt haben Christel Köhler und Herbert Danehl. „Ihre Beiträge bilden den Hauptteil der Eröffnungsveranstaltung“, erklärt Jürgen Rennert.

Großes Ehemaligentreffen 1997

Großes Ehemaligentreffen 1997.

Quelle: Privat

In den geschichtlichen Blickwinkel wird demnach nicht das uralte Krumbeck genommen, sondern die jüngere Vergangenheit, an der viele Bewohner selbst Anteil haben. Jürgen Rennert sagt: „Es soll eine offene Gesprächsrunde sein, die ausreichend Raum für Fragen und Erinnerungen lässt.“ Hans-Hendrik Wielgosz von der Kreismusikschule wird mit Kindern musizieren. Um 15 Uhr geht es los. Aber natürlich gibt es auch ein Kaffeetrinken und später wird der Grill in Betrieb genommen.

Krumbecker lieben ihre Baracke

Wie immer, wenn es in Krumbeck etwas zu feiern gibt, führt kein Weg an der Baracke vorbei. So wird es auch zur 725-Jahr-Feier am 24. September sein. Anfang der 1950er Jahre wurde die Holzbaracke errichtet. Hier wurden die Erntefeste in den Jahren der DDR und alle anderen Feste gefeiert. Es gab aber auch Lesungen: nach der Wende mit dem Schauspieler Kurt Böwe, der in Krumbeck lebte und nach seinem Tod dort auch begraben wurde.

Als die Baracke von der Stadt Putlitz – Krumbeck gehört ihr als Gemeindeteil an – aufgegeben werden sollte, da regte sich Widerstand bei den Krumbeckern. Schließlich wurde der Verein „Krumbecker Freuden“ gegründet. Damit konnte die Baracke als Vereinshaus erhalten werden. „Der Name ist natürlich bewusst zweideutig gewählt“, berichtet Vereinsvorsitzender Jörg Beckerwerth. Doch Anregung boten den Krumbeckern auch vertraute Namen ihrer Umgebung: Freudenberg und Freudenbach. Da lag es nahe die Freude auch in den Vereinsnamen einfließen zu lassen. „Heimat- und Kulturvereine gibt es ja genug“, erklärt Jörg Beckerwerth.

Viele ehemalige Krumbecker erwartet

So wird sich das Festgeschehen am 24. September natürlich rund um die Baracke abspielen. Elli Beckerwerth, die Mutter des Vereinsvorsitzenden, hofft auf viele Gäste und vor allem auf ein Wiedersehen mit einstigen Spielkameradinnen, die allesamt mehr oder weniger weit auswärts wohnen. Sie wünscht sich ein ähnlich großes Treffen wie 1997, als viele Ehemalige nach Krumbeck kamen.

Im Jubiläumsjahr ist noch eine zweite Veranstaltung für den 26. November vorgesehen, berichtet Jürgen Rennert. „Mädchenabend – Monika Lennartz und Ursula Werner“ lautet der Arbeitstitel für die Gesprächsrunde mit den beiden bedeutenden Schauspielerinnen. Monika Lennartz wohnt in Krumbeck und Ursula Werner im nahen Marienfließ. Heidemarie Böwe wird die Moderation der Runde übernehmen. Wenn ein einmaliges Vorführrecht genehmigt wird, kann auch der Kurzfilm „Mädchenabend“ den Besuchern gezeigt werden, in dem Monika Lennartz und Ursula Werner in den Hauptrollen glänzen.

Von Michael Beeskow

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