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Prignitz 755 Flüchtlinge leben im Landkreis Prignitz
Lokales Prignitz 755 Flüchtlinge leben im Landkreis Prignitz
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00:30 25.10.2015
Willkommensfest für Flüchtlinge in Perleberg am 18. Oktober Quelle: Jens Wegner
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Perleberg

755 Flüchtlinge leben nach dem Stand vom 15. Oktober derzeit im Landkreis Prignitz. Diese Zahl nannte Christian Müller, Erster Beigeordneter des Prignitzer Landrats, in der Perleberger Stadtverordnetenversammlung. Diese hatte sich in der vergangenen Woche mit der Thematik beschäftigt und dabei die Angelegenheit von allen Seiten beleuchtet. Unter den Flüchtlingen befinden sich 318 Einzelpersonen und 105 Familien. In den Familien leben insgesamt 228 Kinder im Kindergarten- und Schulalter. 546 Personen sind 2015 bereits im Landkreis aufgenommen worden – das ihm vom Land nach dessen Verteilungsschlüssel zugeteilte Soll liegt jedoch bei 904 Personen. Somit sind dieses Jahr noch 358 Flüchtlinge aufzunehmen.

Noch setzt der Landkreis Prignitz, wie schon seit Jahren, auf die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen. 203 Wohnungen wurden dafür kreisweit bislang angemietet. Sie verteilen sich aber recht ungleich auf den Landkreis. In Wittenberge sind es im Moment 68 Wohnungen, in Perleberg 67. Pritzwalk, die dritte größere Stadt im Kreis, hat aber bislang erst fünf Wohnungen zur Verfügung gestellt, weniger als die Gemeinden Karstädt (15) und Groß Pankow (14) oder die Ämter Lenzen-Elbtal-aue (8), Meyenburg (6) oder Putlitz-Berge (6). Die niedrige Zahl an bislang in Pritzwalk zur Verfügung gestellten Wohnungen sorgt offenbar für Unmut in anderen Orten und warf im Stadtparlament die Frage auf, ob es nicht auch kreisintern einen Verteilungsschlüssel geben müsse. Dies lehnte Müller ab und verwies darauf, dass Pritz­walk jetzt inklusive seiner Ortsteile nachziehe. Wie gemeldet, sollen in Sadenbeck 48 Asylbewerber unterkommen.

Wie lange die Wohnjungsunterbringung durchzuhalten ist, ist offen. So fragte Karin Dahse (SPD, ob das Gerücht stimme, dass in der Perleberger Rolandhalle Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Dazu gab es von Müller eine differenzierte Antwort: Es stimme insofern, als die Rolandhalle innerhalb des Notfallkonzeptes des Landkreises auch für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden könnte – wie jede andere Halle dieser Größenordnung auch. Im Moment jedoch kommt dieser Notfalleinsatz noch nicht infrage.

Eine Frage aus dem Publikum betraf die Aufwendungen für Asylbewerber und Flüchtlinge. Der monatliche Satz, den anerkannte Asylbewerber erhalten, liegt um 50 Euro unter dem Hartz-IV-Satz. Zur Finanzierung aller Kosten inklusive Unterbringung und Sicherheitsmaßnahmen erhält der Landkreis eine Summe von 9200 Euro pro Flüchtling und Jahr vom Bund. Bisher reicht das Geld.

Infos: unter www.landkreis-prignitz.de und unter www.awo-prignitz.de. Dort finden sich Hinweise für alle, die mit ehrenamtlicher Tätigkeit oder Spenden helfen wollen.

Von Bernd Atzenroth

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