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Prignitz Flinke Füße ums Moor
Lokales Prignitz Flinke Füße ums Moor
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00:36 02.05.2018
Rege Beteiligung beim 8. Boberower Moorlauf Quelle: Kerstin Beck
Boberow

Wenn ein Ehepaar acht Jahre verheiratet ist, feiert es „blecherne“ Hochzeit – die Boberower Moorscheune wird auch „acht“ - ist aber aus dem „blechernen“ Status und sogar aus dem des „Geheimtipps“ längst heraus.

„Wir freuen uns natürlich über das Jubiläum, aber noch mehr darüber, dass heute so gutes Wetter herrscht, denn in den vergangenen zwei Jahren gab es zum Moorlauf nur Graupel, Wind, Regen und Kälte“, verkündete Hausherr Christian Ebert, der zusammen mit seiner Frau Heide für den 8. Boberober Moorlauf am Sonntag ein buntes Rahmenprogramm vorbereitet hatte: Blasmusik mit der Grabower Blaskapelle, eine Hüpfburg in Form einer Kuh, und für Ausflüge ins Moor standen ein Kremser sowie Moorführer zur Verfügung.

Etwas gemütlicher ließen es die Nordic Walker angehen. Quelle: Kerstin Beck

Dazu gab es ein neu entstandenes Gartenhaus auf dem Gelände, „worin man sehen kann, wozu man diesen und jenen alten „Krempel“ noch gut zum Dekorieren im Garten verwenden kann“, informierte der Moorscheunen-Chef seine Gäste. Besonderer Anziehungspunkt darin war eine Kollektion historischer Tomatenpflanzen wie „Tigerella“ oder „Harzfeuer“ - zum Anschauen und auch zum Erwerben.

Doch bevor es soweit war, fiel kurz nach 10 Uhr der Startschuss für den nunmehr achten Moorlauf. Gekommen waren dazu Läufer und Walker aus der Prignitz und Mecklenburg-Vorpommern. So etwa Thomas Eckert und Hilmar Landsberg aus Ludwigslust. „Ob man das Laufen nennen kann, was ich mache, weiß ich nicht“, sagte ersterer fröhlich, und der zweite bekannte: „Ich habe schon mal fleißig in unserem Schlossgarten für den Moorlauf geübt!“

Karstädter Trio aus Spaß am Laufen dabei

Ernsthaft geübt hatte die jüngste Teilnehmerin der Veranstaltung, die elfjährige Shayenne Antes aus Rambow, ebenfalls. „Ich bin regelmäßig zu unserer Koppel gelaufen, das sind bestimmt fünf Kilometer bis dahin.“

Aber die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen es so wie drei junge Frauen aus Karstädt: „Wir machen mit, weil es uns Spaß macht. Wir sind nur um Mitmachen interessiert, nicht am Siegen, wir laufen schließlich sonst auch gern!“

Nach einer Stunde und vier Minuten erreichte in einem der Berliner Zahnarzt Sascha Berger (Bildmitte) als Erster wieder die Moorscheune. Quelle: Kerstin Beck

Den Sieger schlechthin gibt es beim Moorlauf sowieso nicht, denn jeder Teilnehmende wurde im Anschluss mit einem „süßen Pokal“ - einem „Grabower Küsschen“ - geehrt. Und als erster ließ sich Sascha Berger aus Berlin den Schaumkuss schmecken. Der 38-jährige Zahnarzt hatte die zwölf Kilometer Moorweg in einer Stunde und vier Minuten geschafft und führte seinen Sieg darauf zurück, „dass mich meine Frau Nadine, die aus Nausdorf stammt, am Ortsrand stand und mich angefeuert hat.“

Nach dem Lauf ein Vortrag über Österreich

Und für den Nachmittag gab es noch eine Überraschung: „Diesmal hören wir wieder einen Vortrag, aber über Österreich. Marty Lenthe aus Kummer bei Ludwigslust war in einem Biosphärenreservat dort für ein Semester und wird darüber berichten“, war von Christian Ebert zu erfahren.

Die später - reichlich noch - kommenden Gäste hatten dabei kaum etwas verpasst, denn bei schönstem Sonnenschein und 21 Grad Celsius ließ es sich im Moorscheunen-Hof bei Moorknackern, Soljanka und einem breiten Kuchenangebot der Sonntag richtig gut verleben.

Von Kerstin Beck

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