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800 Berliner besuchen Konzert

Invasion in Bad Wilsnack 800 Berliner besuchen Konzert

„Weltstars am Wallfahrtsort“ hieß es am Sonnabend beim Brandenburgischen Sommerkonzert in Bad Wilsnack. Mit 800 Besuchern war die Kirche so gut gefüllt wie seit Jahren nicht.

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Tausende kamen zur Vuuv

Mirijam Contzen und Özgür Aydin.

Quelle: Michael Beeskow

Bad Wilsnack. Als der Applaus losbrach, flüsterte Bärbel Mann: „Wahnsinn, was für ein Beifall in unserer Kirche.“ Und die zahlreichen Besucher mögen gleichzeitig gedacht haben: „Wahnsinn, was für ein Konzert in dieser Wunderblutkirche.“

„Weltstars am Wallfahrtsort“ hatte es am Sonnabend beim 25. Brandenburgischen Sommerkonzert in diesem Jahr geheißen. Mirijan Contzen und Özgür Aydin spielten Mozart (Sonate A-Dur KV 526) und Brahms (Sonate
G-Dur op. 78) und nach der Pause eine Meditation von Tschaikowsky sowie eine Sonate von Prokofjew. Obgleich die beiden Programmteile ganz verschiedenen musikalischen Welten entstammten, spielten die deutsch-japanische Violinistin und der türkisch-amerikanische Pianist beide mit einer traumhaften Leichtigkeit jenseits aller technischen Schwierigkeitsgrade. Was vom Publikum nur mit Begeisterung aufgenommen werden konnte und eine Zugabe unumgänglich machte.

Getümmel vor der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack

Getümmel vor der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack.

Quelle: Michael Beeskow

„Wir wollen sie nicht ohne Bach nach Hause gehen lassen“, kündigte Mirijan Contzen die Sonate an, die den musikalischen Genus an diesem Abend wohl auf die absolute Höhe führte. Das Sommerkonzert in der Wunderblutkirche bildete für die Gästeschar einen wunderbaren Schlusspunkt für einen wunderbarer Tag in Wilsnack. „Mit den Konzerten wollen wir auch immer den Ort vorstellen“, erklärte Arno Reckers von der Geschäftsführung der Brandenburgischen Sommerkonzerte. Die Liste der Bewerbungen ist lang. Bärbel Mann ist Mitglied im Freundeskreis Prignitz innerhalb der Sommerkonzerte und hat entsprechend die Werbetrommel für Bad Wilsnack gerührt.

Mit dieser Konzertreihe sollen vor allem auch Berlinern die Schönheiten Brandenburgs vor Augen geführt werden. Die mehr als 800 Konzertkarten wurden weitgehend in Berlin verkauft. Jochen Purps, Vorsitzender des Fördervereins Wunderblutkirche, sprach von einer wahren Invasion, die Bad Wilsnack erlebe. So muss es auch im Mittelalter zurzeit des Wunderbluts gewesen sein.

Die Berliner wurden mit auf Exkursionen genommen – nach Rühstädt ins Storchendorf, wo sie sachkundig von Jürgen Herper geführt wrden oder auf Stadtführungen, die trotz Regenschauers gut besucht waren. Und dann gab es eine riesige Kaffeetafel mit richtigen Blechkuchen. Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann lud die Besucher ein, am kommenden Wochenende zum Pilgerfest wiederzukommen.

Von Michael Beeskow

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