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A 24: Neuruppin drängt auf sechs Spuren

Bund soll Verkehrswegeplan nachbessern A 24: Neuruppin drängt auf sechs Spuren

Schon heute kommt es an Wochenenden, in Ferienzeiten und in der Urlaubssaison zu riesigen Staus auf der Autobahn A 24. Neuruppin und der Landkreis Ostprignitz-Ruppin wollen deshalb, dass der Abschnitt zwischen Kremmen, Neuruppin und Wittstock auf sechs Spuren ausgebaut wird. Das sieht der Bundesverkehrswegeplan jedoch bisher nicht vor.

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Besonders oft staut es sich schon jetzt an den Wochenenden und in der Urlaubssaison auf der A 24 bei Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die A 24 muss unbedingt zwischen Kremmen und Wittstock auf sechs Spuren ausgebaut werden. Darauf drängen nicht allein Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und die Regionale Planungsgemeinschaft, sondern ebenfalls die Fontanestadt. „Wir befürchten, dass sonst der Verkehr bei Unfällen auf der Autobahn über Neuruppin umgeleitet wird“, sagte am Donnerstag Jan Juraschek, zuständiger Sachgebietsleiter. Das führe nicht nur zu großen Verkehrs- und Lärmbelastungen für viele Neuruppiner, sondern ebenfalls zu langen Rückstaus.

Über diese ärgern sich Autofahrer und Anwohner schon jetzt: Spätestens ab dem Frühjahr, wenn es viele Berliner in Richtung Ostsee und Hamburg zieht, wird es regelmäßig dicht auf den Straßen. Denn dort sind ebenfalls tausende von Pendlern unterwegs, die zur Arbeit fahren.

Landrat Reinhardt befürchtet, dass sich die Situation noch verschärfen wird, wenn der Bund an seinem jetzigen Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 festhält. Demnach soll die Autobahn lediglich zwischen den Dreiecken Pankow und Havelland auf sechs Spuren verbreitert werden. Auf dem Abschnitt zwischen dem Dreieck Havelland und Neuruppin ist hingegen lediglich vorgesehen, die Seitenstreifen so herzurichten, dass sie bei Bedarf als dritte Spur freigegeben werden können. Der Abschnitt der A 24 bis nach Wittstock ist im Entwurf gar nicht als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft, sondern lediglich als „weiterer“. Damit ist offen, ob und wann dieser Abschnitt gebaut wird.

Quälende Schlängelei durch Neuruppiner Straßen

Wird der Entwurf in der jetzigen Form umgesetzt, wird sich laut Reinhardt die Reisezeit für viele Autofahrer zwischen Berlin, Hamburg und Rostock verlängern. Denn die Seitenstreifen, die zwischen Neuruppin und dem Dreieck Havelland von Kameras überwacht werden sollen, werden bei Unfällen für das Bilden von Rettungsgassen und als Ausrollspur für Laster benötigt. Bei Sperrungen werden sich wohl noch mehr Kraftfahrer als jetzt durch Neuruppiner Straßen quälen müssen. Deshalb fordert ebenfalls die Fontanestadt einen sechsstreifigen Ausbau bis Wittstock. Denn verringern sich die Fahrspuren am Anschluss Neuruppin, droht an dieser Stelle regelmäßig ein riesiger Stau. Dieser könne vermieden werden, wenn die Autobahnabschnitte zwischen Kremmen, Neuruppin und Wittstock möglichst zeitgleich auf sechs Spuren ausgebaut werden, sagte Sachgebietsleiter Juraschek.

Es ist allerdings fraglich, ob das passieren wird. Zwar verweist der Automobilclub ADAC ebenfalls seit Jahren darauf, dass die A 24 zu schmal für die vielen Autos ist und deshalb auf dem Abschnitt zwischen Kremmen und Neuruppin so viele Unfälle passieren. Doch das Bundesverkehrsministerium von Alexander Dobrindt (CSU) hat sich festgelegt. Schließlich würde schon die jetzige Variante, der sechsstreifige Ausbau vom Dreieck Pankow bis zum Dreieck Havelland und die Kameratechnik für das Nutzen der Seitenstreifen bis zur Abfahrt Neuruppin, nach heutigem Stand 400 Millionen Euro kosten. Das Ministerium will informieren, welche Hinweise und Wünsche es doch berücksichtigt. Wann das passieren wird, ist aber offen.

Von Andreas Vogel

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