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Prignitz A14: Kein Plan, wie es weitergeht
Lokales Prignitz A14: Kein Plan, wie es weitergeht
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02:16 20.12.2015
Der neugebaute Abschnitt der A 14 bei Karstädt wird am Montag freigegeben. Quelle: Bernd Atzenroth
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Karstädt/ Wittenberge

Die A 14 nimmt Gestalt an. Zumindest im Norden. Der Abschnitt zwischen Karstädt und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern wird am Montag, 21. Dezember, 14 Uhr offiziell seiner Bestimmung übergeben. Gerade noch rechtzeitig ging am Donnerstag die Einladung des brandenburgischen Ministeriums für Landesplanung und In­frastruktur bei den beteiligten Kommunen und den Medien ein. Als Erstes offizielles Schriftstück hatte der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann eine Einladung aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Tisch. Im Nachbarland wird nämlich am selben Tag der erste Spatenstich für den letzten mecklenburgischen A-14-Abschnitt zwischen Ludwigslust und Grabow in die Erde gebracht.

Da es eine mit EU-Geld finanzierte Bundesautobahn ist, haben sich der Staatssekretär des Bundesverkehrsministers, Enak Ferlemann, sowie Helene Banner, Leiterin Kommunikation der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland angemeldet. Landrat Torsten Uhe, der sich eigentlich in Urlaub befindet, will den Termin in Groß Warnow ebenso wahrnehmen wie die Bürgermeister der Wachstumskernkommunen.

Ministerium will sich nicht festlegen

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der 21. Dezember in den Politikerreden als ein „guter Tag für die Prignitz“ bezeichnet werden. Immerhin 12,6 Kilometer Autobahn werden dann ihrer Bestimmung übergeben. Aber wie geht es weiter? Für zwei hochsensible Abschnitte gibt es noch keinen Planfeststellungsbeschluss: Zum einen für das Stück vom westelbischen Ufer bis Wittenberge und zum zweiten vom Abschnitt von Wittenberge bis Karstädt. Für Letzteren wollte das Land noch „in diesem Jahr“ einen Planfeststellungsbeschluss vorlegen können. Ministerin Kathrin Schneider (SPD) hatte das mehrfach verkündet. Doch damit wird es wohl vorerst nichts. „Der Planfeststellungsbeschluss für die Planung auf brandenburgischem Gebiet ist in Vorbereitung. Wann das Verfahren abgeschlossen werden kann, ist noch offen“, sagt Steffen Streu, Pressesprecher der Ministerin. Woran genau es liegt, dass vor allem für den kritischen Abschnitt zwischen Wittenberge und Bentwisch/ Lindenberg noch immer kein Plan vorliegt, der festzustellen wäre, vermochte Streu nicht zu sagen. „Solch ein Planfeststellungsbeschluss braucht Zeit“, sagte er. Bekanntlich sollen neue Rast- und Bruträume für Weißstorch, Heidelerche, Neuntöter und Ortolan gefunden werden. Wie weit die Pläne gediehen sind, wusste der Ministeriumssprecher nicht zu sagen. Gleiches gilt für die Elbüberquerung der A 14. Auch für dieses Teilstück wollte sich der Sprecher nicht auf einen Termin festlegen.

2025 wäre ein Ziel

„Offiziell haben wir darüber noch keine Information“, sagte Bürgermeister Oliver Hermann. Aber wenn das so sein sollte, wäre das nicht gut. Von Landesseite wurde mehrfach öffentlich bekundet, dass der Beschluss dieses Jahr vorliegen wird. Vor allem unsere Investoren erwarten, dass die A 14 endlich kommt. Für sie war das Voraussetzung, sich anzusiedeln.“

Man könnte sich damit trösten, dass in Sachsen-Anhalt, dem Land mit der längsten Strecke, noch weniger von der A 14 fertiggestellt ist als in Brandenburg. 96,9 Kilometer Länge misst die Nordverlängerung der A 14 von Magdeburg bis an die Elbe bei Geestgottberg. Befahren kann man im Nahbarbundesland derzeit lediglich ein knapp 7,5 Kilometer langes Stück bei Colbitz. Dass mit einer Fertigstellung nicht so bald zu rechnen ist, machte Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) deutlich: „Aufgrund von Klagen und langer Baurechtsverfahren möchte wohl niemand mehr den Übergabetermin der kompletten Fertigstellung der A 14 bis 2020 unterschreiben“, sagt er. „Wenn wir aber garantieren könnten, bis 2025 alles zu planen und zu bauen und wir in zehn Jahren dann bis Magdeburg durchfahren können, dann wäre das ein Erfolg.“

Von Andreas König

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