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Prignitz Gelder für das Stadtjubiläum stehen auf der Kippe
Lokales Prignitz Gelder für das Stadtjubiläum stehen auf der Kippe
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02:20 10.03.2018
Ein mittelalterliches Markttreiben mit Ritterkämpfen könnte es zum Stadtjubiläum anhand eines Festes für die ganze Familie geben. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

Die Mitglieder des Finanzausschusses sehen keinen Grund für ein Stadtfest im Jahr 2019 in Perleberg. Mit drei Ja- und vier Neinstimmen lehnten sie die Bereitstellung von 50 000 Euro ab. Die Stadtverwaltung selbst brachte die Idee ein, das 780-jährige Stadtjubiläum im kommenden Jahr angemessen zu begehen. Doch dafür seien schon jetzt Vorbereitungen nötig, berichtet Hauptamtsleiter Axel Schmidt.

Über 230 Leser stimmten, Stand heute, in unserer MAZ-Umfrage ab, ob sie regelmäßige Stadtfeste in Perleberg begrüßen würden. Das Ergebnis ist eindeutig: 80 Prozent wollen Stadtfeste feiern, mehr als die Hälfte von ihnen sogar jedes Jahr. „Mal was Neues, wäre interessant“, „das wäre super für Perleberg“ und „es war doch immer schön für Groß und Klein“ sind Kommentare auf Facebook zu der Umfrage. Lediglich 20 Prozent finden, dass es das Geld nicht wert ist.

Immer gut besucht waren die vergangenen Stadtfeste mit Aktionen für die ganze Familie. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

So sehen das auch zum größten Teil die Ausschussmitglieder des Finanzausschusses. „Ich sehe keinen Sinn, dem Haushalt vorzugreifen“, sagt Dirk Rumpel (Die Linke). Zuvor müssen aus seiner Sicht konkrete Planungen vorliegen und das ist nicht der Fall. Hauptamtsleiter Axel Schmidt hingegen würde eine Arbeitsgruppe zusammen mit den Stadtverordneten begrüßen, um gemeinsam zu planen, denn kurzfristige Buchungen der Künstler und Aussteller seien nahezu unmöglich.

Daher müsse jetzt das Geld freigegeben werden, um frühzeitig handeln zu können und Vorbereitungen zu treffen. Dagegen steht, dass die Ausschussmitglieder an anderer Stelle einen höheren finanziellen Bedarf sehen. So sei aus deren Sicht das Geld beispielsweise in den Schulen besser investiert.

Organisation nicht Aufgabe der Stadt

Zur Diskussion steht auch ein jährliches Stadtfest mit einer geringeren Investitionssumme. Das ist allerdings nicht Bestandteil der vorliegenden Beschlussvorlage. „Ich kenne keine Stadt, die jedes Jahr Geburtstag feiert“, so Dirk Rumpel. Er sehe es als sinnvoller an, infrastrukturelle Probleme anzugehen und nicht einen Stadtgeburtstag zu feiern, auch nicht alle fünf Jahre.

Außerdem sei es nicht die Aufgabe der Stadt, Stadtfeste zu organisieren. „Dafür gebe es andere seriöse Veranstalter, die man mit dieser Aufgabe vertraut machen kann, gerne auch mit finanziellen Zuwendungen der Stadt“, sagt Wolfgang Schulz (SPD). Trotzdem stehe er einem Stadtfest als einmalige Geschichte offen gegenüber. „Solch ein Stadtfest würde Perleberg gut zu Gesicht stehen“, betont Axel Schmidt. „Wir haben bereits ein großes kulturelles Angebot, aber nicht für alle Bürger. Das wollen wir mit einem regelmäßigen Stadtfest ändern“, so Schmidt.

Entscheidung fällt im April

Geplant ist demnach, das Stadtfest im Jahr 2019 an zwei bis drei Tagen durchzuführen. Nach Abgleich von Veranstaltungsdaten kann das Festwochenende vom 13. bis zum 15. September stattfinden. Die finanziellen Mittel in Höhe von 50 000 Euro werden vor allem für die Gestaltung des Bühnenprogramms, für Bühne und Technik sowie zur Bewerbung der Veranstaltung benötigt. Des Weiteren fallen Kosten an für Strom und Wasser, Müllentsorgung, Sicherheitskräfte, Musikrechte und für die Übernachtung von Künstlern und Gästen der Stadt, beispielsweise aus den Partnerstädten. „Interne Personalkosten sind in der benannten Summe nicht enthalten“, so der Hauptamtsleiter.

Letztendlich entscheidet die Stadtverordnetenversammlung am 12. April über die Bereitstellung der finanziellen Mittel. Der Bildungsausschuss stimmte mit knapper Mehrheit bereits dafür, die Empfehlung des Hauptausschusses folgt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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