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Abgeordneter kritisiert Wertvernichtung

Baumfällung in Perleberg Abgeordneter kritisiert Wertvernichtung

In diesem Jahr wird der Ausbau der Wittenberger Straße in Perleberg fortgeführt. Zehn alte Linden am Grahlplatz, die bislang stehen bleiben sollten, sollen nun doch der Säge zum Opfer fallen, um ein einheitliches Straßenbild zu erzielen. Stadtverordneter Stefan Kunzemannn kritisierte dies mit deutlichen Worten.

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Auch diese alten Bäume sollen nun gefällt werden.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Deutliche Kritik an der geplanten Fällung von Bäumen in der Wittenberger Straße in Perleberg hat Stefan Kunzemann (Bündnis 90/ Grüne) im Hauptausschuss angebracht. Dabei geht es um eine Reihe alter Bäume am Grahlplatz.

Stefan Kunzemann verwies darauf, dass in der Bürgerbeteiligung zum Ausbau der Wittenberger Straße die Fällung der Straßenbäume heftig umstritten war. Insgesamt sollen im Ausbauabschnitt zwischen Marienplatz und Feldstraße mehr als 80 Bäume der Säge zum Opfer fallen. Der Abgeordnete merkte an, aufgrund der Kritik sei in der Bürgerbeteiligung das Zugeständnis gemacht worden, zumindest zehn alte Bäume vor dem Grahlplatz stehen zu lassen. Bisher waren alle davon ausgegangen, dass auch so verfahren werde. „Nach der Vorplanung war klar, dass diese Bäume stehen bleiben.“ Doch nun komme ein Beschluss auf den Tisch, auch sie zu fällen. Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte dem Antrag aus dem Bauamt bereits zu.

„Eigentlich müsste allen die Bedeutung großer Bäume für das Stadtklima klar sein“, sagte Stefan Kunzemann. Die beabsichtigte Fällung bezeichnete er als eine Wertvernichtung. „Geld und Werte gehen verloren.“ Das Bauamt hatte die Fällung damit begründet, wenn alle Straßenbäume gefällt würden, entstehe eine einheitliches Straßenbild. „Dieses optische Argument ist äußerst dünn“, erklärte Stefan Kunzemann. „Wenn jetzt alle Bäume gefällt werden, ist das kein gutes Zeichen.“ Er kritisierte auch die Vorgehensweise: „Das geht doch sehr schnell.“

Hartmut Schneider (SPD) zeigte sich ebenfalls verwundert, dass nun alle Bäume gefällt werden sollen. Er stimmte als einzige Stadtverordneter gegen den Beschluss. Stefan Kunzemann ist im Hauptausschuss nicht stimmberechtigt. Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtverordnetenversammlung am 11. Februar.

Von Michael Beeskow

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