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Abriss als Notlösung

Zwei Altbauten müssen weichen Abriss als Notlösung

Zwei Häuser in Pritzwalk stehen seit Jahren leer und sollen deshalb abgerissen werden. Es handelt sich um die Havelberger Straße 12 und 13. Eigentümerin ist die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt. Alle Versuche in den zurückliegenden Jahren einen neuen Besitzer zu finden, sind ins Leere gelaufen.

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Die Havelberger Straße 12 und 13 in Pritzwalk sollen abgerissen werden verkünden Ellen Prill, Wolfgang Brockmann und Ronald Thiel (v. l.).

Pritzwalk. Schön sind sie nicht, aber sie werden wohl eine Lücke im Stadtbild hinterlassen. Die Stadt Pritzwalk und die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) planen den Abriss der Häuser Havelberger Straße 12 und 13. Die Altbauten stehen seit Jahren leer. Sämtliche Versuche, sie an den Mann oder die Frau zu bringen, scheiterten. Auch die im Großen und Ganzen als erfolgreich geltende Kampagne „Wie wär’s mit beiden – Haus sucht Hausherrn“ konnte daran nichts ändern. „Im Gegensatz zu anderen Immobilien gab es für diese beiden Häuser keinerlei Interesse“, sagte Bürgermeister Wolfgang Brockmann am Freitag bei einem Lokaltermin.

Wegen des jahrzehntelangen Leerstands seien die Häuser immer mehr heruntergekommen, was ihren Marktwert – falls vorhanden – noch weiter gesenkt haben dürfte. Die Stadt und die WBG möchten nunmehr Nägel mit Köpfen machen. „Die beiden Häuser werden abgerissen“, sagte WBG-Geschäftsführerin Ellen Prill. Die freiwerdende Fläche soll genutzt werden, um den Bewohnern des Altneubaus Havelberger Straße und Perleberger Tor Flächen zur Erholung und Entspannung zu bieten. „Es reicht heutzutage nicht mehr aus, den Mietern Wohnungen zur Verfügung zu stellen, auch das Umfeld muss stimmen“, bemerkte Ellen Prill.

Mehr Raum zur Erholung

„Uns ist bewusst, dass damit die geschlossene Häuserfront nicht mehr wie bisher erhalten werden kann“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Ronald Thiel. „Doch auf diese Art kann ein anderer städtebaulicher Missstand geheilt werden, der zu DDR-Zeiten entstanden ist“, ergänzte Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Gemeint sind die viergeschossigen Plattenbauten an der Kreuzung Havelberger Straße/ Perleberger. Sie passen eigentlich nicht ins historische Stadtbild. Zudem bieten sie den Bewohnern bisher kaum Nebengelass, um sich im Sommer einmal draußen hinzusetzen. Auch ein dem Haus zugehöriger Spielplatz fehlt bisher. Das soll nach dem Abriss geändert werden, kündigte Ellen Prill an. Das stadteigene Unternehmen hofft auf Fördermittel. In jedem Fall soll das Stadtumbauprogramm dafür in Anspruch genommen werden. Einen Vorentwurf gebe es bereits, man sei jedoch noch mit den Planern im Gespräch. „Aber wir müssen sehen, welche Auflagen der Denkmalschutz oder der Naturschutz erteilen“, sagte die Geschäftsführerin.

Direkt bebaut werden soll die so entstehende Lücke in der Häuserzeile übrigens nicht mehr. „Wir haben weiter in Richtung Grünstraße noch Möglichkeiten neu zu bauen, wenn der Bedarf besteht“, sagte Ronald Thiel. Als Paradebeispiel für einen Wohnungsneubau aus eigener Kraft nannte der die neu entstandenen Wohnungen in der Grünstraße. Doch auch „Wie wär’s mit uns beiden!“ kann behutsam fortgesetzt werden, bis sich für ein denkmalgeschütztes Haus der oder die Richtige findet. So geschehen beim Haus Schützenstraße 2. Das wurde im vergangenen Jahr gesichert, indem das Dach erneuert und der Giebel verkleidet wurde: „Das Haus hat ein anderes Potenzial“, sagte Ronald Thiel.

Von Andreas König

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