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Abschied vom Café Relais in Perleberg

Schließung am Samstag Abschied vom Café Relais in Perleberg

Vor zwei Jahren hat der Verein Relais in Perleberg am Großen Markt ein Kulturcafé eröffnet. Die Räume standen bis dahin leer. Jetzt ziehen sich die Künstler aus der Bewirtschaftung des Treffpunkts zurück, weil ihnen die Zeit für ihre eigene künstlerischen Arbeiten fehlt. Ein professioneller Betreiber wird das Café allerdings voraussichtlich im November fortführen.

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Das Café Relais in Perleberg.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Das Kulturcafé Relais am Großen Markt in Perleberg steht vor der Schließung. „Am Donnerstag ist unser letzter Tag“, bestätigte am Montag Jost Löber, Vorsitzender des Vereins Relais. Doch der Abschied soll nicht endgültig sein. Der Verein, der das Café vor zwei Jahren eröffnet und seitdem betrieben hat, will noch einmal alle Freunde des Relais zu einem gemütlichen Beisammensein einladen. „Alle, die einen Bezug zu uns haben, sind am Samstag von 11 bis 15 Uhr gern gesehen.“ Geplant ist allerdings keine große Abschiedsveranstaltung. Bei ganz normalem Betrieb soll Gelegenheit bestehen, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Wir wollen gemeinsam zurück-, aber auch in die Zukunft blicken.“

Jost Löber geht davon aus, dass das Café in naher Zukunft weiter betrieben wird. Fest stehe aber, dass sich der Verein als Betreiber zurückzieht. Die Vereinsmitglieder und Künstler Jost Löber, Katja Martin und Kerstin Süske haben in den vergangenen beiden Jahren mit viel Einsatz das Café am Laufen gehalten. „Das Café frisst unsere Zeit auf, die dann fehlt, um unsere künstlerischen Arbeiten weiter zu betreiben“, sagt Jost Löber.

Die Künstlergruppe habe jedoch ihre Mission erfüllt. Es sei gelungen, leerstehende Räume wieder mit Leben zu erüllen. „Mit dem Café haben wir ein Beispiel gegeben.“

Ein Ort der Kultur

Das Relais sei zu einem Ort der Kultur geworden mit zahlreichen Kunstaktionen und Veranstaltungen in den vergangenen beiden Jahren. Kinder dachten etwa mit Katja Martin darüber nach, was für sie Glück bedeutet, fertigten Installationen, die in der Stadt und auch im Hagen aufgestellt wurden. Es gab Tanzkurse und Theaterworkshops mit Kerstin Süske. Und mit Jost Löber konnten Kinder und Jugendliche aus Schrott und Abfallprodukten kleine Kunstwerke schaffen.

Das Relais wollte aber auch immer ein Ort sein, an dem über kulturelle Bildung, über die Möglichkeiten von Kultur für die Rolandstadt nachgedacht werden kann. So gab es Zusammenkünfte, bei denen es um die Aktivierung von Ressourcen und die Förderung von Kreativität in Perleberg und der ganzen Region ging. Kerstin Süske formulierte vor einem Jahr: „Ich vermisse den Diskurs über politische Bildung in der Stadt. Das ist nicht nur ein Thema für Künstler.“ Mit ihren Aktionen und Foren wollte die „Neulandgewinner“, wie sich die Gruppe verstand, Impulse auslösen: „Ich selbst will mein Potenzial einbringen.“

Doch letztlich sei nicht das erhoffte große Kulturkollektiv entstanden, berichtet Jost Löber. Es seien zu wenige Schultern gewesen, die das Café getragen hätten. Eine neue Betreiberin steht bereit, wie Jost Löber informierte. Er kann sich vorstellen, dass sie das Café noch im November neu eröffnen wird. „Ein professioneller Betreiber kann mehr bieten, als wir das konnten“, blickt Jost Löber zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn sich der Verein Relais aus dem Café zurückzieht, so bleibt das Haus Großer Markt 15 doch der Vereinssitz. Ihm stehen die Räume im Obergeschoss weiter zur Verfügung.

Von Michael Beeskow

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